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Rechtssatz RS0120128

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0120128

Entscheidungsdatum

05.08.2026

Rechtssatz

Einer Tat für schuldig befunden oder von der Anklage freigesprochen zu werden, ist von der StPO als kontradiktorisches Gegensatzpaar angelegt; eine dritte Möglichkeit soll für Endurteile logisch ausscheiden. Schuld- und Freispruch beziehen sich demnach nicht auf die rechtliche Kategorie (strafbare Handlung), sondern auf die Tat, also das unter Anklage gestellte historische Geschehen. Das ist der Grund, warum nach stRsp ein Subsumtionsfreispruch (sog Qualifikationsfreispruch) nicht in Frage kommt. Umso mehr ist ein Freispruch wegen eines bloßen Strafzumessungsaspektes unangebracht.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 55/05b
    Entscheidungstext OGH 09.08.2005 14 Os 55/05b
  • 13 Os 93/05h
    Entscheidungstext OGH 28.09.2005 13 Os 93/05h
    Vgl; Beisatz: Betrifft die unrichtige rechtliche Beurteilung bloß einen Strafzumessungsaspekt, so bietet sie keinen Anlass zu amtswegigem Einschreiten nach § 290 Abs 1 zweiter Satz StPO. (T1)
  • 11 Os 117/06z
    Entscheidungstext OGH 21.11.2006 11 Os 117/06z
    Auch; nur: Schuld- und Freispruch beziehen sich nicht auf die rechtliche Kategorie (strafbare Handlung), sondern auf die Tat, also das unter Anklage gestellte historische Geschehen. (T2)
  • 15 Os 56/06h
    Entscheidungstext OGH 12.12.2006 15 Os 56/06h
    Auch; nur: Einer Tat für schuldig befunden oder von der Anklage freigesprochen zu werden, ist von der StPO als kontradiktorisches Gegensatzpaar angelegt; eine dritte Möglichkeit soll für Endurteile logisch ausscheiden. Schuld- und Freispruch beziehen sich demnach nicht auf die rechtliche Kategorie (strafbare Handlung), sondern auf die Tat, also das unter Anklage gestellte historische Geschehen. Das ist der Grund, warum nach stRsp ein Subsumtionsfreispruch (sog Qualifikationsfreispruch) nicht in Frage kommt. (T3)
  • 13 Os 122/06z
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 13 Os 122/06z
    Auch; nur: Einer Tat für schuldig befunden oder von der Anklage freigesprochen zu werden, ist von der StPO als kontradiktorisches Gegensatzpaar angelegt; eine dritte Möglichkeit soll für Endurteile logisch ausscheiden. Schuld- und Freispruch beziehen sich demnach nicht auf die rechtliche Kategorie (strafbare Handlung), sondern auf die Tat, also das unter Anklage gestellte historische Geschehen. Das ist der Grund, warum nach stRsp ein Subsumtionsfreispruch (sog Qualifikationsfreispruch) nicht in Frage kommt. (T4)
  • 12 Os 154/07z
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 12 Os 154/07z
    Auch
  • 14 Os 30/08f
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 14 Os 30/08f
    Vgl
  • 14 Os 54/09m
    Entscheidungstext OGH 23.06.2009 14 Os 54/09m
    Vgl
  • 13 Os 75/09t
    Entscheidungstext OGH 15.10.2009 13 Os 75/09t
    Auch
  • 15 Os 51/10d
    Entscheidungstext OGH 11.08.2010 15 Os 51/10d
    Auch
  • 15 Os 79/11y
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 15 Os 79/11y
    Vgl auch
  • 14 Os 14/13k
    Entscheidungstext OGH 09.04.2013 14 Os 14/13k
    Auch
  • 12 Os 168/11i
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 12 Os 168/11i
    Auch
  • 14 Os 43/14a
    Entscheidungstext OGH 12.08.2014 14 Os 43/14a
  • 11 Os 59/14g
    Entscheidungstext OGH 26.08.2014 11 Os 59/14g
    Auch
  • 14 Os 108/14k
    Entscheidungstext OGH 28.10.2014 14 Os 108/14k
    Vgl; Beisatz: Ein Qualifikationsfreispruch von der Annahme der Gewerbsmäßigkeit ist unzulässig. (T5)
  • 20 Os 26/15x
    Entscheidungstext OGH 10.06.2016 20 Os 26/15x
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Disziplinarverfahren gegen einen Rechtsanwalt. (T6)
  • 11 Os 99/16t
    Entscheidungstext OGH 11.10.2016 11 Os 99/16t
    Auch
  • 15 Os 124/16y
    Entscheidungstext OGH 14.12.2016 15 Os 124/16y
    Auch
  • 22 Os 2/16h
    Entscheidungstext OGH 07.12.2016 22 Os 2/16h
    Auch
  • 13 Os 127/16z
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 13 Os 127/16z
    Auch
  • 14 Os 121/17a
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 14 Os 121/17a
    Vgl
  • 11 Os 8/19i
    Entscheidungstext OGH 02.04.2019 11 Os 8/19i
    Beisatz: Ein Subsumtionsfreispruch ist bei Idealkonkurrenz unzulässig, weil er bloß die rechtliche Kategorie (strafbare Handlung) betrifft. (T7)
  • 14 Os 86/19g
    Entscheidungstext OGH 03.12.2019 14 Os 86/19g
    Vgl
  • 15 Os 26/20t
    Entscheidungstext OGH 12.05.2020 15 Os 26/20t
    Vgl
  • 13 Os 55/20t
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 13 Os 55/20t
    Vgl
  • 14 Os 59/20p
    Entscheidungstext OGH 29.09.2020 14 Os 59/20p
    Vgl
  • 15 Os 112/22t
    Entscheidungstext OGH 05.12.2022 15 Os 112/22t
    Vgl
  • 15 Os 98/22h
    Entscheidungstext OGH 18.01.2023 15 Os 98/22h
    Vgl
  • 12 Os 126/23f
    Entscheidungstext OGH 23.11.2023 12 Os 126/23f
    vgl
  • 15 Os 40/26k
    Entscheidungstext OGH 06.05.2026 15 Os 40/26k
    vgl; Beisatz: Hier: (Verfehlter) Freispruch von § 212 Abs 1 Z 2 StGB in Ansehung eines § 207 Abs 1 StGB subsumierten Sachverhalts. (T8)
  • 22 Ds 10/25b
    Entscheidungstext OGH 10.06.2026 22 Ds 10/25b
    vgl; Beisatz: Hier § 38 Abs 1 DSt (T9)
  • 12 Os 44/26a
    Entscheidungstext OGH 05.08.2026 12 Os 44/26a
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120128

Im RIS seit

08.09.2005

Zuletzt aktualisiert am

25.09.2026

Dokumentnummer

JJR_20050809_OGH0002_0140OS00055_05B0000_002