Rechtssatz RS0010497
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0010497
Entscheidungsdatum
26.03.2026
Rechtssatz
Bei der Prüfung der Wiederholungsgefahr darf nicht engherzig vorgegangen werden. Diese liegt schon im Fortbestehen eines Zustandes, der keine Sicherungen gegen weitere Rechtsverletzungen bietet. Wiederholungsgefahr ist daher auch anzunehmen, wenn der mit der Unterlassungsklage Belangte sein Unrecht nicht einsieht.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 562/77
Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 562/77
Veröff: SZ 50/99 = MietSlg 29040
- 1 Ob 708/78
Entscheidungstext OGH 18.10.1978 1 Ob 708/78
- 1 Ob 4/82
Entscheidungstext OGH 03.03.1982 1 Ob 4/82
Veröff: SZ 55/30
- 6 Ob 770/83
Entscheidungstext OGH 20.10.1983 6 Ob 770/83
Vgl auch
- 6 Ob 720/83
Entscheidungstext OGH 28.08.1985 6 Ob 720/83
nur: Bei der Prüfung der Wiederholungsgefahr darf nicht engherzig vorgegangen werden. (T1)
nur: Wiederholungsgefahr ist daher auch anzunehmen, wenn der mit der Unterlassungsklage Belangte sein Unrecht nicht einsieht. (T2)
Veröff: ImmZ 1985,398
- 8 Ob 529/88
Entscheidungstext OGH 26.05.1988 8 Ob 529/88
Veröff: SZ 61/133
- 7 Ob 636/94
Entscheidungstext OGH 23.11.1994 7 Ob 636/94
nur T1; nur T2
- 8 Ob 523/95
Entscheidungstext OGH 16.11.1995 8 Ob 523/95
- 4 Ob 272/99z
Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 272/99z
Auch; nur T1
- 10 Ob 37/05x
Entscheidungstext OGH 03.10.2006 10 Ob 37/05x
- 7 Ob 8/07p
Entscheidungstext OGH 18.04.2007 7 Ob 8/07p
nur T2
- 9 Ob 9/08a
Entscheidungstext OGH 01.04.2009 9 Ob 9/08a
Beisatz: Bei der Beurteilung der Wiederholungsgefahr ist nicht „engherzig" vorzugehen. Dies bedeutet aber nicht, dass auf behauptete Abhilfemaßnahmen zur Vermeidung künftiger Immissionen des mit Unterlassungsklage in Anspruch genommenen Störers nicht eingegangen zu werden braucht, leitet sich doch die Wiederholungsgefahr gerade vom Fortbestehen eines Zustands ab, der keine Sicherungen gegen weitere Rechtsverletzungen bietet. (T3)
Beisatz: Bei der Beurteilung der Wiederholungsgefahr ist auf den Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung in erster Instanz abzustellen. (T4)
- 4 Ob 9/10t
Entscheidungstext OGH 23.02.2010 4 Ob 9/10t
Auch; nur T1; nur T2
- 4 Ob 69/10s
Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 69/10s
Auch; nur T1
- 7 Ob 173/10g
Entscheidungstext OGH 11.05.2011 7 Ob 173/10g
- 1 Ob 227/10d
Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 227/10d
nur: Bei der Prüfung der Wiederholungsgefahr darf nicht engherzig vorgegangen werden. Diese liegt schon im Fortbestehen eines Zustandes, der keine Sicherungen gegen weitere Rechtsverletzungen bietet. (T5)
- 2 Ob 215/10x
Entscheidungstext OGH 27.02.2012 2 Ob 215/10x
Veröff: SZ 2012/20
- 2 Ob 254/12k
Entscheidungstext OGH 04.04.2013 2 Ob 254/12k
- 6 Ob 38/13a
Entscheidungstext OGH 04.07.2013 6 Ob 38/13a
nur T5; Beis wie T4
- 5 Ob 118/13h
Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 118/13h
Beis wie T3; Beis wie T4
- 2 Ob 20/15b
Entscheidungstext OGH 25.02.2016 2 Ob 20/15b
Auch; nur T2; Veröff: SZ 2016/22
- 6 Ob 231/16p
Entscheidungstext OGH 29.03.2017 6 Ob 231/16p
Vgl; Beisatz: Entscheidend ist nicht, ob bei Klagseinbringung ein widerrechtlicher Eingriff noch andauerte, sondern ob zum Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung erster Instanz die Gefahr bestand, dass sich ein bereits erfolgter Eingriff wiederholt. (T6)
- 6 Ob 60/20x
Entscheidungstext OGH 23.04.2020 6 Ob 60/20x
Beis wie T4; Beis wie T6
- 8 Ob 55/23f
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 03.08.2023 8 Ob 55/23f
nur T1
- 4 Ob 76/25t
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.03.2026 4 Ob 76/25t
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0010497
Zuletzt aktualisiert am
30.07.2026
Dokumentnummer
JJR_19770630_OGH0002_0070OB00562_7700000_001