Rechtssatz RS0010596
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0010596
Entscheidungsdatum
25.03.2026
Rechtssatz
Eine öffentliche Straße gilt als behördlich genehmigte Anlage im Sinne des § 364a ABGB. Solange sie nur in einer dem öffentlichen Interesse dienenden Weise angelegt, instandgehalten und betreut und dabei das nötige Maß nicht überschritten wird, liegt noch keine nach § 364 Abs 2 ABGB unzulässige Immission vor.Eine öffentliche Straße gilt als behördlich genehmigte Anlage im Sinne des Paragraph 364 a, ABGB. Solange sie nur in einer dem öffentlichen Interesse dienenden Weise angelegt, instandgehalten und betreut und dabei das nötige Maß nicht überschritten wird, liegt noch keine nach Paragraph 364, Absatz 2, ABGB unzulässige Immission vor.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 534/90
Entscheidungstext OGH 11.07.1990 3 Ob 534/90
Veröff: SZ 63/133 = EvBl 1991/10 S 61 = JBl 1990,789
- 6 Ob 608/95
Entscheidungstext OGH 09.11.1995 6 Ob 608/95
nur: Eine öffentliche Straße gilt als behördlich genehmigte Anlage im Sinne des § 364a ABGB. (T1)
- 7 Ob 66/02k
Entscheidungstext OGH 29.04.2002 7 Ob 66/02k
nur T1
- 6 Ob 109/02a
Entscheidungstext OGH 20.06.2002 6 Ob 109/02a
nur T1; Veröff: SZ 2002/85
- 9 Ob 225/02g
Entscheidungstext OGH 16.10.2002 9 Ob 225/02g
nur T1
- 6 Ob 15/04f
Entscheidungstext OGH 29.04.2004 6 Ob 15/04f
Vgl; nur T1; Beisatz: Der von einer Straßentrasse auf eine angrenzende Einfriedungsmauer des Nachbargrundstücks wirkende Erddruck kann grundsätzlich eine Immission im Sinn des § 364 Abs 2 darstellen. (T2)
- 4 Ob 239/08p
Entscheidungstext OGH 24.02.2009 4 Ob 239/08p
- 3 Ob 77/09h
Entscheidungstext OGH 25.11.2009 3 Ob 77/09h
Teilweise abweichend; Beisatz: Änderung zu 6 Ob 109/02a. (T3)
Beisatz: Das öffentliche Interesse allein begründet noch nicht die Zulässigkeit der Immission. Die Salzstreuung muss schon ortsüblich geworden sein. (T4)
- 6 Ob 216/13b
Entscheidungstext OGH 16.12.2013 6 Ob 216/13b
nur T1
- 1 Ob 47/15s
Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 47/15s
Vgl; Beisatz: Die Duldungspflicht der Nachbarn ist schon nach der ratio der Regelung des § 364a ABGB mit der Reichweite der erteilten Genehmigung begrenzt. Werden von der Behörde bestimmte Grenzwerte festgesetzt, sind diese jedenfalls einzuhalten. Ansonsten sind von den Nachbarn (nur) solche Immissionen hinzunehmen, die für den Betrieb der genehmigten Anlage typisch sind und auch nicht durch zumutbare Vorkehrungen hintangehalten oder verringert werden können. (T5)
Beisatz: Hier: Lärmemission durch Straßenbahnanlage ‑ gemeinwichtiger Anlage. (T6); Veröff: SZ 2016/9
- 6 Ob 208/18h
Entscheidungstext OGH 21.11.2018 6 Ob 208/18h
Auch; nur T1
- 1 Ob 224/18z
Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 224/18z
Auch; nur T1
- 7 Ob 127/19f
Entscheidungstext OGH 18.09.2019 7 Ob 127/19f
nur T1
- 8 Ob 8/20i
Entscheidungstext OGH 29.06.2020 8 Ob 8/20i
Beisatz: Die nachbarrechtlichen Ansprüche gelten auch im Verhältnis zwischen einem Privatgrundstück und einer öffentlichen Straße, die nach der Rechtsprechung als behördlich genehmigte Anlage iSd § 364a ABGB gilt. (T6)
- 5 Ob 20/23m
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 31.05.2023 5 Ob 20/23m
Beisatz wie T1
- 3 Ob 103/25f
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.07.2025 3 Ob 103/25f
vgl
- 7 Ob 14/26y
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.03.2026 7 Ob 14/26y
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0010596
Zuletzt aktualisiert am
28.07.2026
Dokumentnummer
JJR_19900711_OGH0002_0030OB00534_9000000_001