Rechtssatz RS0011117
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0011117
Entscheidungsdatum
18.12.2024
Rechtssatz
Nach den im österreichischen Sachenrecht geltenden Grundsätzen ist für den abgeleiteten Eigentumserwerb an Liegenschaften sowohl ein gültiger Erwerbstitel als auch die Eintragung in das Grundbuch als einzige in Betracht kommende Erwerbsart erforderlich (§§ 425, 431 ABGB). Das bedeutet, dass weder der bloße Titel (Kaufvertrag) verbunden mit der Einräumung des faktischen Besitzes für sich allein, noch die bloße Eintragung für sich allein Eigentum verschaffen können.Nach den im österreichischen Sachenrecht geltenden Grundsätzen ist für den abgeleiteten Eigentumserwerb an Liegenschaften sowohl ein gültiger Erwerbstitel als auch die Eintragung in das Grundbuch als einzige in Betracht kommende Erwerbsart erforderlich (Paragraphen 425, 431, ABGB). Das bedeutet, dass weder der bloße Titel (Kaufvertrag) verbunden mit der Einräumung des faktischen Besitzes für sich allein, noch die bloße Eintragung für sich allein Eigentum verschaffen können.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 579/85
Entscheidungstext OGH 13.11.1985 3 Ob 579/85
Veröff: SZ 58/177 = JBl 1986,585 = NZ 1987,151 ( Hofmeister )
- 1 Ob 613/86
Entscheidungstext OGH 03.09.1986 1 Ob 613/86
SZ 59/145
- 2 Ob 567/87
Entscheidungstext OGH 01.09.1987 2 Ob 567/87
Vgl auch; Beisatz: Daher auch keine Aktivlegitimation zur Erhebung der Teilungsklage bei bloßem Titel (Kaufvertrag). (T1)
- 4 Ob 605/87
Entscheidungstext OGH 17.11.1987 4 Ob 605/87
- 6 Ob 649/89
Entscheidungstext OGH 30.11.1989 6 Ob 649/89
- 7 Ob 520/91
Entscheidungstext OGH 31.03.1991 7 Ob 520/91
- 6 Ob 325/99h
Entscheidungstext OGH 30.08.2000 6 Ob 325/99h
Beisatz: Einem Käufer, dessen Kaufvertrag wegen Widerspruchs zu den Grundverkehrsgesetzen nichtig ist, steht kein veräußerungsfähiges Objekt zur Verfügung. Der Mangel eines gültigen Titels hindert den Rechtsübergang, sodass sich jedermann auf die Unrichtigkeit der Eintragung berufen kann. (T2)
- 6 Ob 39/03h
Entscheidungstext OGH 24.04.2003 6 Ob 39/03h
Veröff: SZ 2003/43
- 5 Ob 24/11g
Entscheidungstext OGH 07.06.2011 5 Ob 24/11g
Vgl; Beisatz: Hier: Bloß obligatorisches Nutzungsrecht und Erhaltungspflicht an der Liegenschaft. (T3)
- 5 Ob 91/13p
Entscheidungstext OGH 06.06.2013 5 Ob 91/13p
Vgl; Beisatz: Hier: Übergabsvertrag. (T4)
- 1 Ob 145/14a
Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 145/14a
Vgl
- 8 Ob 71/15x
Entscheidungstext OGH 30.07.2015 8 Ob 71/15x
Auch; Beisatz: Das Gesetz hat Ausnahmen vom Eintragungsgrundsatz normiert; außerhalb dieses Bereichs ist kein Platz für sogenanntes „außerbücherliches Eigentum“. Soweit der Eintragungsgrundsatz herrscht, bewirkt die Übergabe der Liegenschaft in Verbindung mit einem schuldrechtlichen Verpflichtungsgeschäft nur einen auf Erwerb des dinglichen Rechts gerichteten Titel, nicht jedoch das dingliche Recht selbst. (T5); Veröff: SZ 2015/72
- 8 Ob 159/18t
Entscheidungstext OGH 19.12.2018 8 Ob 159/18t
- 4 Ob 53/22f
Entscheidungstext OGH 24.05.2022 4 Ob 53/22f
Vgl
- 17 Ob 6/24t
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.12.2024 17 Ob 6/24t
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0011117
Zuletzt aktualisiert am
29.01.2025
Dokumentnummer
JJR_19851113_OGH0002_0030OB00579_8500000_002