Rechtssatz RS0028020
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0028020
Entscheidungsdatum
21.10.2025
Rechtssatz
Ein höherer Grad des Verschuldens, also auch grobe Fahrlässigkeit, wird nicht vermutet. Während Vorsatz vom Geschädigten immer zu beweisen ist, gilt dies nicht für grobe Fahrlässigkeit. Ob sie gegeben ist, ist nach der Lage des Falls vom Richter zu beurteilen.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 27/70
Entscheidungstext OGH 28.04.1970 4 Ob 27/70
Veröff: SZ 43/80 = Ind 1971 H3-4,798 = Arb 8762
- 4 Ob 2/80
Entscheidungstext OGH 25.03.1980 4 Ob 2/80
nur: Ein höherer Grad des Verschuldens, also auch grobe Fahrlässigkeit, wird nicht vermutet. (T1)
- 1 Ob 572/81
Entscheidungstext OGH 20.05.1981 1 Ob 572/81
- 7 Ob 574/82
Entscheidungstext OGH 16.12.1982 7 Ob 574/82
Auch; nur T1
- 4 Ob 150/83
Entscheidungstext OGH 05.02.1985 4 Ob 150/83
nur T1; Beisatz: Das Vorliegen grober Fahrlässigkeit ist also immer von demjenigen zu beweisen, der sich darauf beruft. (T2)
- 6 Ob 689/85
Entscheidungstext OGH 28.11.1985 6 Ob 689/85
Vgl; nur T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 58/195 = JBl 1986,587
- 3 Ob 527/89
Entscheidungstext OGH 14.06.1989 3 Ob 527/89
Vgl aber; Beis wie T2; Veröff: WBl 1989,350
- 4 Ob 1530/93
Entscheidungstext OGH 06.04.1993 4 Ob 1530/93
Auch
- 8 ObA 296/94
Entscheidungstext OGH 15.12.1994 8 ObA 296/94
Auch; nur T1; Beisatz: Der Geschädigte hat jenen Sachverhalt zu beweisen, der rechtlich als objektiv extremes Abweichen von der gebotenen Sorgfalt zu qualifizieren ist. (§ 48 ASGG) (T3)
- 8 Ob 14/94
Entscheidungstext OGH 13.10.1994 8 Ob 14/94
Vgl aber; Beis wie T2
- 7 Ob 519/94
Entscheidungstext OGH 31.05.1995 7 Ob 519/94
Vgl; nur T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 68/106
- 2 Ob 79/94
Entscheidungstext OGH 27.02.1997 2 Ob 79/94
Vgl aber; Beis wie T2; Beisatz: Dies gilt umso mehr nach der Novellierung des § 1298 ABGB (BGBl 1997 I/6). (T4)
- 2 Ob 27/99f
Entscheidungstext OGH 25.02.1999 2 Ob 27/99f
Auch; nur T1; Beis wie T2
- 10 Ob 103/07f
Entscheidungstext OGH 22.04.2008 10 Ob 103/07f
Vgl aber; Beisatz: Dass die Umkehr der Beweislast nach § 1298 ABGB nur leichte Fahrlässigkeit betrifft, grobes Verschulden hingegen der Geschädigte zu behaupten und zu beweisen hat, ist seit der Novellierung dieser Bestimmung durch BGBl I 1997/6 aufgrund eines Gegenschlusses zu Satz 2 abzuleiten und entspricht auch der bisherigen ständigen Rechtsprechung (vgl auch: RIS-Justiz RS0062591 und RS0062762). (T5)
- 3 Ob 191/13d
Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 191/13d
Vgl aber; Beis wie T5
- 10 Ob 29/16m
Entscheidungstext OGH 27.06.2017 10 Ob 29/16m
Vgl auch; Beis ähnlich wie T5; Veröff: SZ 2017/74
- 7 Ob 28/18w
Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 28/18w
- 7 Ob 140/21w
Entscheidungstext OGH 24.11.2021 7 Ob 140/21w
Vgl; Beis wie T2; Beis wie T5
- 4 Ob 24/24v
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.10.2025 4 Ob 24/24v
vgl; Beisatz nur wie T2; Beisatz nur wie T5
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0028020
Zuletzt aktualisiert am
01.12.2025
Dokumentnummer
JJR_19700428_OGH0002_0040OB00027_7000000_001