Rechtssatz RS0057433
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0057433
Entscheidungsdatum
27.02.2025
Rechtssatz
Der Unterhaltsanspruch des schuldlos Geschiedenen beträgt grundsätzlich vierzig Prozent des gemeinsamen Einkommens abzüglich des eigenen Einkommens. In den Fällen, in denen die Berücksichtigung des Einkommens des Unterhaltsberechtigten dazu führen würde, dass der Unterhaltspflichtige mehr zu bezahlen hätte, als dann, wenn man das Einkommen des Unterhaltsberechtigten außer Betracht lässt und den Unterhalt mit dreiunddreißig Prozent des Einkommens des Verpflichteten bemisst, hat das Einkommen des Berechtigten außer Betracht zu bleiben.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 584/91
Entscheidungstext OGH 11.11.1991 2 Ob 584/91
Veröff: ÖVA 1992,159
- 8 Ob 639/91
Entscheidungstext OGH 28.11.1991 8 Ob 639/91
nur: Der Unterhaltsanspruch des schuldlos Geschiedenen beträgt grundsätzlich vierzig Prozent des gemeinsamen Einkommens abzüglich des eigenen Einkommens. (T1); Beisatz: Wenn keine weiteren Sorgepflichten bestehen (7 Ob 503/91). Von diesen Sätzen sind für jedes im Unterhaltsanspruch konkurrierende Kind vier Prozent abzuziehen. Diese Prozentmethoden haben den Charakter einer Orientierungshilfe und können als Maßstab für die Behandlung gleichartiger Fälle herangezogen werden. (T2)
- 7 Ob 531/93
Entscheidungstext OGH 02.06.1993 7 Ob 531/93
- 8 Ob 595/93
Entscheidungstext OGH 16.12.1993 8 Ob 595/93
- 1 Ob 2266/96h
Entscheidungstext OGH 25.10.1996 1 Ob 2266/96h
Auch; nur: Der Unterhaltsanspruch des schuldlos Geschiedenen beträgt grundsätzlich vierzig Prozent des gemeinsamen Einkommens abzüglich des eigenen Einkommens. (T3); nur T1
- 8 Ob 2335/96g
Entscheidungstext OGH 26.06.1997 8 Ob 2335/96g
Vgl auch
- 7 Ob 194/98z
Entscheidungstext OGH 13.07.1998 7 Ob 194/98z
Vgl; Beisatz: Da das eigene Einkommen der Antragstellerin gegenüber jenem des Antragsgegners wesentlich niedriger ist, steht ihr auch nach der Familieneinkommensberechnung nur dieser Anteil zu, wobei sie sich davon ihr eigenes Einkommen nicht in Abzug bringen lassen muss. (T4)
- 9 Ob 87/99f
Entscheidungstext OGH 19.05.1999 9 Ob 87/99f
Beisatz: Nur damit kann verhindert werden, dass sich die Unterhaltspflicht dadurch erhöht, dass der Berechtigte ein (geringes) Eigeneinkommen hat. Eine Reduktion des so ermittelten Unterhaltsbetrages um das Eigeneinkommen des Berechtigten kommt in einem derartigen Fall naturgemäß nicht in Betracht. (T5)
- 6 Ob 22/02g
Entscheidungstext OGH 18.04.2002 6 Ob 22/02g
Auch
- 8 Ob 38/09k
Entscheidungstext OGH 30.07.2009 8 Ob 38/09k
Vgl auch; Beis ähnlich wie T5
- 4 Ob 42/10w
Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 42/10w
Auch
- 2 Ob 141/10i
Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 141/10i
Vgl auch
- 1 Ob 231/10t
Entscheidungstext OGH 26.01.2011 1 Ob 231/10t
nur T1; Veröff: SZ 2011/8
- 4 Ob 86/11t
Entscheidungstext OGH 20.09.2011 4 Ob 86/11t
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Hier: Alterspension. (T6)
- 7 Ob 80/13k
Entscheidungstext OGH 03.07.2013 7 Ob 80/13k
- 2 Ob 185/14s
Entscheidungstext OGH 02.07.2015 2 Ob 185/14s
Auch
- 5 Ob 113/17d
Entscheidungstext OGH 13.02.2018 5 Ob 113/17d
Auch
- 3 Ob 127/19a
Entscheidungstext OGH 04.11.2019 3 Ob 127/19a
Beis wie T5
- 6 Ob 188/20w
Entscheidungstext OGH 22.10.2020 6 Ob 188/20w
nur T1
- 9 Ob 48/22g
Entscheidungstext OGH 14.07.2022 9 Ob 48/22g
nur T1
- 8 Ob 12/25k
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.02.2025 8 Ob 12/25k
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0057433
Zuletzt aktualisiert am
30.04.2025
Dokumentnummer
JJR_19911111_OGH0002_0020OB00584_9100000_001