Rechtssatz RS0064481
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0064481
Geschäftszahl
5Ob88/68 (5Ob89/68); 1Ob39/69; 6Ob70/70; 4Ob603/70; 4Ob624/75; 8Ob539/77; 6Ob767/80; 8Ob528/85; 6Ob2086/96z; 4Ob2328/96y; 6Ob256/99m; 8Ob19/00b; 6Ob37/01m; 7Ob246/01d; 3Ob107/16f
Entscheidungsdatum
24.08.2016
Rechtssatz
Feststellung der Begünstigungsabsicht des Schuldners und deren Kenntnis des Anfechtungsgegners ist eine tatsächliche Feststellung (so schon SZ 7/352); dagegen ist es eine Rechtsfrage, ob dem Anfechtungsgegner diese Absicht des Schuldners bekannt sein mußte (so schon EvBl 1959/101).
Entscheidungstexte
- 5 Ob 88/68
Entscheidungstext OGH 12.06.1968 5 Ob 88/68
- 1 Ob 39/69
Entscheidungstext OGH 07.03.1969 1 Ob 39/69
Veröff: EvBl 1969/329 S 497
- 6 Ob 70/70
Entscheidungstext OGH 01.07.1970 6 Ob 70/70
- 4 Ob 603/70
Entscheidungstext OGH 10.11.1970 4 Ob 603/70
- 4 Ob 624/75
Entscheidungstext OGH 04.11.1975 4 Ob 624/75
- 8 Ob 539/77
Entscheidungstext OGH 07.09.1977 8 Ob 539/77
- 6 Ob 767/80
Entscheidungstext OGH 05.03.1981 6 Ob 767/80
nur: Feststellung der Begünstigungsabsicht des Schuldners und deren Kenntnis des Anfechtungsgegners ist eine tatsächliche Feststellung. (T1)
- 8 Ob 528/85
Entscheidungstext OGH 11.12.1985 8 Ob 528/85
Auch; Veröff: SZ 58/205
- 6 Ob 2086/96z
Entscheidungstext OGH 04.07.1996 6 Ob 2086/96z
- 4 Ob 2328/96y
Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2328/96y
nur: Dagegen ist es eine Rechtsfrage, ob dem Anfechtungsgegner diese Absicht des Schuldners bekannt sein mußte. (T2) Beisatz: Entscheidend ist das Wissenmüssen der Personen, die für den Anfechtungsgegner mit der Sache befaßt waren. (T3)
- 6 Ob 256/99m
Entscheidungstext OGH 24.02.2000 6 Ob 256/99m
nur T1
- 8 Ob 19/00b
Entscheidungstext OGH 13.07.2000 8 Ob 19/00b
nur T1
- 6 Ob 37/01m
Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 37/01m
Vgl auch; Beisatz: Der Anfechtungskläger ist für alle jene Umstände beweispflichtig, die den Schluss rechtfertigen, die Begünstigungsabsicht hätte dem Anfechtungsgegner bekannt sein müssen. (T4) Beisatz: Ein "Wissenmüssen" ist dem Anfechtungsgegner dann anzulasten, wenn seine Unkenntnis auf einer Außerachtlassung der gehörigen Sorgfalt beruht, wozu schon leichte Fahrlässigkeit genügt. (T5)
- 7 Ob 246/01d
Entscheidungstext OGH 27.02.2002 7 Ob 246/01d
Auch
- 3 Ob 107/16f
Entscheidungstext OGH 24.08.2016 3 Ob 107/16f
Auch; Beisatz: Der Beweis der Begünstigungsabsicht ist erbracht, wenn Tatsachen erwiesen sind, die darauf schließen lassen. (T6)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0064481
Zuletzt aktualisiert am
06.12.2016
Dokumentnummer
JJR_19680612_OGH0002_0050OB00088_6800000_002