Rechtssatz RS0073798
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0073798
Entscheidungsdatum
09.11.2022
Rechtssatz
An die Sorgfalt des Frachtführers ist ein strenger Maßstab anzulegen und die äußerste zumutbare Sorgfalt zu verlangen.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 540/81
Entscheidungstext OGH 27.08.1981 6 Ob 540/81
- 1 Ob 676/83
Entscheidungstext OGH 29.06.1983 1 Ob 676/83
Auch; Veröff: SZ 56/113 = JBl 1984,152
- 8 Ob 594/83
Entscheidungstext OGH 22.11.1984 8 Ob 594/83
Veröff: HS XIV/XV/30
- 1 Ob 502/87
Entscheidungstext OGH 08.04.1987 1 Ob 502/87
Veröff: SZ 60/64
- 1 Ob 579/91
Entscheidungstext OGH 10.07.1991 1 Ob 579/91
Auch; Veröff: SZ 64/95
- 8 Ob 2013/96d
Entscheidungstext OGH 27.06.1996 8 Ob 2013/96d
- 7 Ob 2229/96m
Entscheidungstext OGH 18.09.1996 7 Ob 2229/96m
Auch
- 4 Ob 2278/96w
Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2278/96w
- 7 Ob 145/98v
Entscheidungstext OGH 11.11.1998 7 Ob 145/98v
Auch
- 5 Ob 74/99i
Entscheidungstext OGH 23.03.1999 5 Ob 74/99i
Vgl; Beisatz: Der Frachtführer, der weiß, dass die zur Verfügung stehende Transportzeit knapp, die Ablieferung des Transportgutes zu einem bestimmten Termin aber andererseits von besonderer Bedeutung für den Auftraggeber ist, handelt grob fahrlässig, wenn er den Transport nicht ohne jede vermeidbare Verzögerung ausführt. (T1)
- 7 Ob 184/01m
Entscheidungstext OGH 31.07.2001 7 Ob 184/01m
Auch; Beisatz: Das Abstellen eines LKWs auf einem nicht bewachten Parkplatz im Großraum Mailand zur Nachtzeit für eine Cafepause von 1 Stunde ist grob fahrlässig. (T2)
- 9 Ob 79/01k
Entscheidungstext OGH 23.01.2002 9 Ob 79/01k
Auch; Beisatz: Eine Unterlassung von schadensverhütenden Maßnahmen durch den Frachtführer könnte nur dann zu einer Haftungsbefreiung gemäß Art 17 Abs 2 CMR führen, wenn ihm diese, insbesondere wegen des damit verbundenen Zeitaufwands und Kostenaufwands, unzumutbar wäre. (T3)
- 6 Ob 249/03s
Entscheidungstext OGH 27.11.2003 6 Ob 249/03s
Vgl; Beis wie T3
- 7 Ob 126/09v
Entscheidungstext OGH 27.01.2010 7 Ob 126/09v
Beisatz: Jeder Frachtführer hat daher unter dem Gesichtspunkt der Obhutspflicht, die ihm gebietet, die ordnungsgemäße und technisch einwandfreie Durchführung des Transports zu gewährleisten, die Verpflichtung zum Schutz des fremden Eigentums vor jeder Beschädigung während der Beförderung. Daraus ergibt sich, dass er jedenfalls immer dann, wenn er (oder seine Beförderungsgehilfen) vor Beginn oder während der Beförderung Schadensquellen (sei es Lade- aber auch Verpackungsfehler des Absenders) feststellt, oder solche offenkundig sind, für deren Beseitigung Sorge tragen oder weitere Weisungen einholen muss. (T4)
- 7 Ob 176/11z
Entscheidungstext OGH 28.09.2011 7 Ob 176/11z
- 7 Ob 108/12a
Entscheidungstext OGH 14.11.2012 7 Ob 108/12a
Beis wie T3
- 7 Ob 5/13f
Entscheidungstext OGH 18.02.2013 7 Ob 5/13f
Vgl auch
- 7 Ob 150/21s
Entscheidungstext OGH 26.01.2022 7 Ob 150/21s
Beisatz: Hier: Keine Maßnahmen gegen Diebstahl wertvollen Guts. (T5)
- 7 Ob 115/22w
Entscheidungstext OGH 09.11.2022 7 Ob 115/22w
Vgl; Beisatz: Hier: Verlust nach abredewidriger Weitergabe des Transportauftrags in einer von der ursprünglichen Frachtführerin nicht kontrollierten Auftragskette. (T6)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0073798
Zuletzt aktualisiert am
09.01.2023
Dokumentnummer
JJR_19810827_OGH0002_0060OB00540_8100000_003