Rechtssatz RS0017043
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0017043
Entscheidungsdatum
29.08.2022
Rechtssatz
Die Lehre von Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten gegenüber einem der Vertragsleistung nahestehenden Dritten dient nicht dazu, dem Erfüllungsgehilfen die Vertragshaftung mit dem Folgen der Beweislastumkehr des § 1298 ABGB aufzubürden.Die Lehre von Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten gegenüber einem der Vertragsleistung nahestehenden Dritten dient nicht dazu, dem Erfüllungsgehilfen die Vertragshaftung mit dem Folgen der Beweislastumkehr des Paragraph 1298, ABGB aufzubürden.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 133/78
Entscheidungstext OGH 07.12.1978 2 Ob 133/78
Veröff: SZ 51/176 = EvBl 1979/101 S 320 = JBl 1980,39
- 7 Ob 672/89
Entscheidungstext OGH 09.11.1989 7 Ob 672/89
Beisatz: Die Lehre vom Vertrag mit Schutzwirkungen zugunsten Dritter wurde entwickelt, um dem Geschädigten, dem sonst nur deliktische Ansprüche zustünden, auch Ersatzansprüche wegen Verletzung einer rechtlichen Sonderverbindung zu verschaffen. (T1) Veröff: SZ 62/173 = JBl 1990,376
- 4 Ob 524/92
Entscheidungstext OGH 07.04.1992 4 Ob 524/92
Vgl auch; Beisatz: Der Vertrag zwischen einem Geschäftsherrn und seinem Erfüllungsgehilfen ist regelmäßig auch keine Vereinbarung mit Schutzwirkungen zugunsten des Gläubigers des Geschäftsherrn. (T2)
Veröff: SZ 65/52 = JBl 1992,786 = ZVR 1992/177 S 374
- 7 Ob 629/92
Entscheidungstext OGH 21.12.1992 7 Ob 629/92
Veröff: EvBl 1993/91 S 384
- 1 Ob 601/92
Entscheidungstext OGH 26.11.1992 1 Ob 601/92
Veröff: EvBl 1993/119 S 520
- 1 Ob 2406/96x
Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 2406/96x
Auch; Beis wie T2
- 2 Ob 64/98w
Entscheidungstext OGH 25.06.1998 2 Ob 64/98w
Vgl auch; Beisatz: Der Vertrag zwischen Geschäftsherrn und Gehilfen entfaltet keine Schutzwirkungen zugunsten des geschädigten Dritten, weshalb kein vertraglicher Anspruch bestehen kann. Für den deliktischen Bereich kann sich eine Handlungspflicht des Gehilfen aber aus dem ihm erteilten Auftrag ergeben. (T3)
- 2 Ob 172/99d
Entscheidungstext OGH 24.06.1999 2 Ob 172/99d
Vgl auch; Beis wie T3
- 6 Ob 250/01k
Entscheidungstext OGH 29.11.2001 6 Ob 250/01k
- 6 Ob 246/02y
Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 246/02y
- 6 Ob 155/04v
Entscheidungstext OGH 23.09.2004 6 Ob 155/04v
Beis wie T3
- 6 Ob 21/04p
Entscheidungstext OGH 03.11.2005 6 Ob 21/04p
Auch; Beisatz: Das schutzwürdige Interesse des Geschädigten wird nicht dadurch beseitigt, dass er auch aus einem anderen Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte vorgehen könnte. Hier: Der Kläger aus dem Vertrag seines Arbeitgebers mit der Drittbeklagten. (T4) Beisatz: Entscheidend für die Frage, welche vertragsfremden Dritten in den Schutzbereich eines (Werkvertrags) Vertrags einzubeziehen sind, ist immer die Auslegung des Vertrags nach den Umständen des Einzelfalls. (T5)
- 10 Ob 112/05a
Entscheidungstext OGH 22.12.2005 10 Ob 112/05a
- 6 Ob 124/06p
Entscheidungstext OGH 29.06.2006 6 Ob 124/06p
Vgl; Beis wie T5
- 7 Ob 30/07y
Entscheidungstext OGH 16.11.2007 7 Ob 30/07y
Auch; Beis wie T4 nur: Das schutzwürdige Interesse des Geschädigten wird nicht dadurch beseitigt, dass er auch aus einem anderen Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte vorgehen könnte. (T6)
Beis wie T5
- 6 Ob 32/07k
Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 32/07k
Vgl; Beis wie T5
- 7 Ob 38/17i
Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 38/17i
Vgl
- 6 Ob 241/21s
Entscheidungstext OGH 29.08.2022 6 Ob 241/21s
Vgl; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Zur Einbeziehung in den Schutzbereich eines Heimvertrags. (T7)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0017043
Zuletzt aktualisiert am
10.10.2022
Dokumentnummer
JJR_19781207_OGH0002_0020OB00133_7800000_001