Rechtssatz RS0033609
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0033609
Entscheidungsdatum
11.09.2025
Rechtssatz
Auf die Rückforderung irrtümlich gezahlter Unterhaltsbeiträge ist das Judikat Nr 33 sinngemäß anzuwenden.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 579/31
Entscheidungstext OGH 09.12.1931 4 Ob 579/31
Veröff: SZ 13/262
- 7 Ob 174/64
Entscheidungstext OGH 12.08.1964 7 Ob 174/64
Veröff: JBl 1965,37
- 1 Ob 5/62
Entscheidungstext OGH 17.01.1962 1 Ob 5/62
Vgl aber; Beisatz: Auch der gutgläubige Empfänger ist zur Rückzahlung verpflichtet. (T1) Veröff: SZ 35/5
- 3 Ob 548/84
Entscheidungstext OGH 13.06.1984 3 Ob 548/84
Vgl auch; Veröff: ÖA 1985,83
- 2 Ob 514/85
Entscheidungstext OGH 16.04.1985 2 Ob 514/85
Auch; Veröff: SZ 58/57 = EvBl 1985/108 S 554 = ÖA 1986,47
- 2 Ob 9/96
Entscheidungstext OGH 29.02.1996 2 Ob 9/96
Auch; Beisatz: Die neuere Rechtsprechung hat die Grundsätze des Judikates 33 neu nicht auf Unterhaltsleistungen im eigentlichen Sinn beschränkt, sondern sie auch dann gelten lassen, wenn die irrtümlich erbrachte Leistung, wirtschaftlich gesehen - ohne Rücksicht auf ihre rechtliche Konstruktion - die Funktion hatte, dem Lebensunterhalt des Empfängers zu dienen. (T2)
- 3 Ob 2065/96i
Entscheidungstext OGH 27.03.1996 3 Ob 2065/96i
Auch
- 1 Ob 2267/96f
Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2267/96f
Auch
- 1 Ob 1/98y
Entscheidungstext OGH 30.06.1998 1 Ob 1/98y
- 6 Ob 18/99m
Entscheidungstext OGH 15.07.1999 6 Ob 18/99m
- 4 Ob 217/99m
Entscheidungstext OGH 28.09.1999 4 Ob 217/99m
Vgl auch
- 3 Ob 219/98x
Entscheidungstext OGH 22.12.1999 3 Ob 219/98x
Beisatz: Ohne Rechtsgrundlage gezahlte Unterhaltsbeträge können (mangels echter Bereicherung) nur dann nicht zurückgefordert werden, wenn sie gutgläubig verbraucht wurden. Dies gilt auch auf im Rahmen des einstweiligen Unterhalts nach § 382 Abs 1 Z 8 lit a EO gezahlte Unterhaltsbeträge, denn die zugrunde liegende einstweilige Verfügung bildet für sich allein keine ausreichende rechtliche Grundlage, weil der so festgesetzte Unterhalt nur vorschussweise zu zahlen ist, während die endgültige rechtliche Zuweisung vom Ergebnis des ordentlichen Verfahrens abhängt. (T3)
- 1 Ob 35/00d
Entscheidungstext OGH 25.07.2000 1 Ob 35/00d
Beis wie T3 nur: Ohne Rechtsgrundlage gezahlte Unterhaltsbeträge können (mangels echter Bereicherung) nur dann nicht zurückgefordert werden, wenn sie gutgläubig verbraucht wurden. (T4)
- 1 Ob 295/00i
Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 295/00i
Beis wie T4
- 3 Ob 195/02a
Entscheidungstext OGH 30.08.2002 3 Ob 195/02a
Auch; Beis wie T4; Veröff: SZ 2002/112
- 1 Ob 135/02p
Entscheidungstext OGH 29.04.2003 1 Ob 135/02p
- 8 ObA 68/04i
Entscheidungstext OGH 16.07.2004 8 ObA 68/04i
Beis wie T2; Beisatz: Dieser Rechtsprechung liegt vornehmlich der Gedanke zugrunde, dass bei gutgläubigem Verbrauch von Unterhaltsleistungen von einer echten Bereicherung nicht gesprochen werden kann. (T5); Veröff: SZ 2004/108
- 1 Ob 48/14m
Entscheidungstext OGH 24.04.2014 1 Ob 48/14m
Auch; Beis wie T4
- 1 Ob 130/16y
Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 130/16y
Vgl auch; Beis wie T4
- 9 Ob 45/23t
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.10.2023 9 Ob 45/23t
Beisatz wie T4
Beisatz: Hier: Rückforderung des von der Alleinerbin des Unterhaltspflichtigen geleisteten Unterhalts. (T6)
- 2 Ob 93/24a
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.06.2024 2 Ob 93/24a
Beisatz nur wie T4
- 4 Ob 88/25g
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 11.09.2025 4 Ob 88/25g
Beisatz wie T4
Beisatz: Unter Vorbehalt geleistete Unterhaltszahlungen beugen dem gutgläubigen Verbrauch vor. (T7)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1931:RS0033609
Zuletzt aktualisiert am
06.11.2025
Dokumentnummer
JJR_19311209_OGH0002_0040OB00579_3100000_001