Rechtssatz RS0059967
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0059967
Geschäftszahl
8Ob330/67 (8Ob331/67); 5Ob337/68; 7Ob237/72; 1Ob752/77; 1Ob612/80; 7Ob564/81 (7Ob565/81); 7Ob760/81; 1Ob515/83; 1Ob676/84 (1Ob677/84); 4Ob540/89 (4Ob1517/89; 4Ob1518/89); 7Ob539/93; 6Ob563/94; 7Ob614/93; 8Ob64/98i; 9Ob138/00k; 6Ob19/01i; 6Ob128/17t; 6Ob136/23b
Entscheidungsdatum
26.04.2024
Rechtssatz
Nur dem Gesellschafter ist die einseitige Aufrechnung verboten; die Gesellschaft selbst kann aber unter gewissen Voraussetzungen sowohl einseitig aufrechnen als auch einen Aufrechnungsvertrag schließen. Dabei muß die Forderung des Gesellschafters unbestritten sein und die Gesellschaft eine vollwertige Leistung erhalten. Die Vollwertigkeit fehlt insbesondere, wenn die Gesellschaft überschuldet oder zahlungsunfähig ist. Hiefür ist die wirkliche Sachlage maßgebend und nicht die Auffassung der Beteiligten. Entscheidend ist der Zeitpunkt des Abschlusses der Aufrechnungsvereinbarung, nicht jener der Verbuchung der Aufrechnung bei der GmbH.
Entscheidungstexte
- 8 Ob 330/67
Entscheidungstext OGH 19.12.1967 8 Ob 330/67
Veröff: SZ 40/168
- 5 Ob 337/68
Entscheidungstext OGH 15.01.1969 5 Ob 337/68
Veröff: SZ 42/6 = EvBl 1969/237 S 351
- 7 Ob 237/72
Entscheidungstext OGH 25.10.1972 7 Ob 237/72
nur: Nur dem Gesellschafter ist die einseitige Aufrechnung verboten; die Gesellschaft selbst kann aber unter gewissen Voraussetzungen sowohl einseitig aufrechnen als auch einen Aufrechnungsvertrag schließen. (T1) Veröff: HS 8486/11
- 1 Ob 752/77
Entscheidungstext OGH 17.03.1978 1 Ob 752/77
nur T1; Veröff: EvBl 1978/172 S 546 = GesRZ 1978,82
- 1 Ob 612/80
Entscheidungstext OGH 09.07.1980 1 Ob 612/80
nur T1; Veröff: GesRZ 1981,184
- 7 Ob 564/81
Entscheidungstext OGH 26.03.1981 7 Ob 564/81
nur T1; Veröff: GesRZ 1981,230
- 7 Ob 760/81
Entscheidungstext OGH 26.11.1981 7 Ob 760/81
nur T1; Veröff: RdW 1983,8
- 1 Ob 515/83
Entscheidungstext OGH 09.03.1983 1 Ob 515/83
nur: Dabei muß die Forderung des Gesellschafters unbestritten sein und die Gesellschaft eine vollwertige Leistung erhalten. Die Vollwertigkeit fehlt insbesondere, wenn die Gesellschaft überschuldet oder zahlungsunfähig ist. (T2) Veröff: SZ 56/37 = JBl 1984,46 = EvBl 1983/93 S 356 = RdW 1983,9 = GesRZ 1984,51
- 1 Ob 676/84
Entscheidungstext OGH 14.11.1984 1 Ob 676/84
Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 515/83; Veröff: GesRZ 1985,34 = NZ 1985,172
- 4 Ob 540/89
Entscheidungstext OGH 27.06.1989 4 Ob 540/89
nur T2
- 7 Ob 539/93
Entscheidungstext OGH 30.06.1993 7 Ob 539/93
nur T1; nur T2
- 6 Ob 563/94
Entscheidungstext OGH 28.04.1994 6 Ob 563/94
Beisatz: Behauptungslast und Beweislast der Vollwertigkeitserfordernisse trägt der Einlageschuldner. (T3)
- 7 Ob 614/93
Entscheidungstext OGH 05.10.1994 7 Ob 614/93
Auch; nur T2
- 8 Ob 64/98i
Entscheidungstext OGH 24.08.1998 8 Ob 64/98i
nur: Die Gesellschaft selbst kann aber unter gewissen Voraussetzungen sowohl einseitig aufrechnen als auch einen Aufrechnungsvertrag schließen. Dabei muß die Forderung des Gesellschafters unbestritten sein und die Gesellschaft eine vollwertige Leistung erhalten. Die Vollwertigkeit fehlt insbesondere, wenn die Gesellschaft überschuldet oder zahlungsunfähig ist. (T4)
- 9 Ob 138/00k
Entscheidungstext OGH 06.09.2000 9 Ob 138/00k
nur T1; nur T2
- 6 Ob 19/01i
Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 19/01i
Auch; nur T2; Beisatz: Eine Aufrechnung von Forderungen des Gesellschafters gegen den Anspruch der Gesellschaft auf Einzahlung der noch offenen Stammeinlagen kommt nur dann in Betracht, wenn die Gesellschafterforderung unbedenklich, fällig und vollwertig ist. (T5); Veröff: SZ 74/28
- 6 Ob 128/17t
Entscheidungstext OGH 28.03.2018 6 Ob 128/17t
Auch; nur T4
- 6 Ob 136/23b
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.04.2024 6 Ob 136/23b
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0059967
Zuletzt aktualisiert am
18.06.2024
Dokumentnummer
JJR_19671219_OGH0002_0080OB00330_6700000_002