Rechtssatz RS0011399
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0011399
Entscheidungsdatum
08.04.2020
Rechtssatz
Ein wegen einer Ehrverletzung oder wegen einer kreditschädigenden Äußerung zustehender Unterlassungsanspruch kann durch einstweilige Verfügung gesichert werden, ohne dass es einer gesonderten Gefahrenbescheinigung bedarf.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 132/93
Entscheidungstext OGH 21.09.1993 4 Ob 132/93
Veröff: MuR 1993,221
- 4 Ob 5/94
Entscheidungstext OGH 10.05.1994 4 Ob 5/94
- 6 Ob 1/94
Entscheidungstext OGH 22.02.1994 6 Ob 1/94
- 4 Ob 172/93
Entscheidungstext OGH 15.02.1994 4 Ob 172/93
- 4 Ob 134/94
Entscheidungstext OGH 22.11.1994 4 Ob 134/94
- 6 Ob 556/95
Entscheidungstext OGH 20.04.1995 6 Ob 556/95
- 6 Ob 31/95
Entscheidungstext OGH 25.10.1995 6 Ob 31/95
- 6 Ob 37/95
Entscheidungstext OGH 25.01.1996 6 Ob 37/95
Veröff: SZ 69/12
- 6 Ob 11/97d
Entscheidungstext OGH 24.04.1997 6 Ob 11/97d
- 6 Ob 291/00p
Entscheidungstext OGH 14.12.2000 6 Ob 291/00p
Veröff: SZ 73/198
- 6 Ob 80/01k
Entscheidungstext OGH 16.05.2001 6 Ob 80/01k
Vgl aber; Beisatz: Hat der Täter (Gegner der gefährdeten Partei) die ehrverletzende Behauptung als unwahr zurückgenommen und so ein zunächst hervorgerufenes rufschädigendes Bild beseitigt, kann nicht ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass dem Verletzten nach wie vor unmittelbare Eingriffe in sein Persönlichkeitsrecht drohen, die sich außerhalb des vermögensrechtlichen Bereiches durch Kränkung, gesellschaftsrechtliche Ächtung oder Ähnliches auswirken könnten. Er müsste vielmehr in einem solchen Fall ausnahmsweise die Gefährdung als Voraussetzung der begehrten Sicherungsverfügung entsprechend § 381 Z 2 EO bescheinigen. (T1)
- 6 Ob 96/01p
Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 96/01p
Auch; nur: Ein wegen einer Ehrverletzung zustehender Unterlassungsanspruch kann durch einstweilige Verfügung gesichert werden, ohne dass es einer gesonderten Gefahrenbescheinigung bedarf. (T2)
- 6 Ob 299/02t
Entscheidungstext OGH 23.01.2003 6 Ob 299/02t
- 6 Ob 6/03f
Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 6/03f
Vgl aber; Beis wie T1
- 6 Ob 315/02w
Entscheidungstext OGH 20.03.2003 6 Ob 315/02w
Auch
- 6 Ob 246/04a
Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 246/04a
- 4 Ob 176/08y
Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 176/08y
Vgl; Beisatz: Eine unwiederbringliche Schädigung wird bei Persönlichkeitsverletzungen regelmäßig als evident angesehen und bedarf deshalb keines besonderen Prozessvorbringens und Beweisanbots. (T3)
- 17 Ob 23/11y
Entscheidungstext OGH 19.09.2011 17 Ob 23/11y
Auch; Beisatz: Anderes gilt bei einer bloßen, nicht die Ehre oder den Kredit schädigenden Verletzung des Namensrechts. (T4)
- 6 Ob 45/14g
Entscheidungstext OGH 26.06.2014 6 Ob 45/14g
- 6 Ob 88/15g
Entscheidungstext OGH 27.05.2015 6 Ob 88/15g
- 6 Ob 194/16x
Entscheidungstext OGH 24.10.2016 6 Ob 194/16x
Beis wie T3; Beisatz: Es kommt darauf an, ob (auch) der in Geld nicht zur Gänze wiederzugutzumachende (wirtschaftliche) Ruf gefährdet ist: In diesem Fall kann dann auf eine gesonderte Gefahrenbehauptung und -bescheinigung verzichtet werden. Ob ein solcher Fall vorliegt, hängt von den jeweiligen besonderen Umständen ab. (T5)
- 8 Ob 139/19b
Entscheidungstext OGH 08.04.2020 8 Ob 139/19b
Vgl; nur Beis wie T3; Beisatz: Bei einem Eingriff in die Privatsphäre ist ein Geldersatz nicht adäquat, weshalb von einem unwiederbringlichen Schaden iSd § 381 Z 2 ZPO auszugehen ist. (T6)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0011399
Zuletzt aktualisiert am
02.07.2020
Dokumentnummer
JJR_19930921_OGH0002_0040OB00132_9300000_001