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Rechtssatz RS0077642×

Rechtssatz RS0077642

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0077642

Geschäftszahl

4Ob359/60; 4Ob335/60; 4Ob336/60; 4Ob323/64; 4Ob333/66; 4Ob307/72; 4Ob360/74; 4Ob351/75; 4Ob303/77; 4Ob405/76; 4Ob333/77; 4Ob398/77; 4Ob331/82; 4Ob353/83 (4Ob354/83); 4Ob382/84; 4Ob305/86; 4Ob396/86; 4Ob116/88; 4Ob71/89; 4Ob118/91; 4Ob5/93; 4Ob73/95; 4Ob56/97g; 4Ob128/01d; 4Ob143/02m

Entscheidungsdatum

20.08.2002

Rechtssatz

Maßstab für die Beurteilung der Sittenwidrigkeit einer Wettbewerbshandlung sind vor allem die anständigen Gebräuche auf dem Gebiet des Handels und Gewerbes, die auf dem sittlichen Anstandsgefühl der durchschnittlichen Mitbewerber beruhen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 359/60
    Entscheidungstext OGH 29.11.1960 4 Ob 359/60
    Veröff: SZ 33/133 = ÖBl 1961,68
  • 4 Ob 335/60
    Entscheidungstext OGH 10.01.1961 4 Ob 335/60
    Veröff: ÖBl 1961,46
  • 4 Ob 336/60
    Entscheidungstext OGH 10.01.1961 4 Ob 336/60
  • 4 Ob 323/64
    Entscheidungstext OGH 28.07.1964 4 Ob 323/64
    Veröff: ÖBl 1965,34
  • 4 Ob 333/66
    Entscheidungstext OGH 04.10.1966 4 Ob 333/66
    Veröff: ÖBl 1967,10
  • 4 Ob 307/72
    Entscheidungstext OGH 22.02.1972 4 Ob 307/72
    Veröff: MietSlg 24086 = ÖBl 1972,93
  • 4 Ob 360/74
    Entscheidungstext OGH 17.12.1974 4 Ob 360/74
    Beisatz: Bewußt auf Verwechslung abzielende Unternehmensbezeichnung. (T1)
  • 4 Ob 351/75
    Entscheidungstext OGH 16.12.1975 4 Ob 351/75
    Beisatz: Maßgebend ist der Gesamtcharakter, wie er sich aus Inhalt, Zweck und Beweggrund ergibt. (T2) Beisatz: Berater in Versicherungsangelegenheiten (T3) Veröff: ÖBl 1976,67 = VersR 1977,557
  • 4 Ob 303/77
    Entscheidungstext OGH 08.02.1977 4 Ob 303/77
    Vgl auch; Beisatz: Anfangen von Kunden eines bestimmten Mitbewerbers durch Ansprechen, Verteilen von Werbezetteln, Aufstellen von Verkaufswagen oder dergleichen. (T4) Veröff: ÖBl 1977,96
  • 4 Ob 405/76
    Entscheidungstext OGH 08.03.1977 4 Ob 405/76
    Ähnlich
  • 4 Ob 333/77
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 4 Ob 333/77
    Auch; Beisatz: Abfangen potentieller Kunden in der unmittelbaren Nähe des "Geschäftes" der Kläger. (T5) Veröff: ÖBl 1977,154
  • 4 Ob 398/77
    Entscheidungstext OGH 22.11.1977 4 Ob 398/77
    Beisatz: Erschleichen eines Markenrechtes. (T6) Veröff: ÖBl 1978,67
  • 4 Ob 331/82
    Entscheidungstext OGH 11.01.1983 4 Ob 331/82
    Beisatz: Metro-Post (T7) Veröff: SZ 56/2 = EvBl 1983/49 S 184 = ÖBl 1983,40
  • 4 Ob 353/83
    Entscheidungstext OGH 14.06.1983 4 Ob 353/83
    Veröff: RdW 1983,106 = ÖBl 1984,14
  • 4 Ob 382/84
    Entscheidungstext OGH 13.11.1984 4 Ob 382/84
  • 4 Ob 305/86
    Entscheidungstext OGH 18.02.1986 4 Ob 305/86
    Beisatz: Heilmasseur (T8) Veröff: SZ 59/33
  • 4 Ob 396/86
    Entscheidungstext OGH 24.03.1987 4 Ob 396/86
    Vgl
  • 4 Ob 116/88
    Entscheidungstext OGH 18.04.1989 4 Ob 116/88
    Vgl auch
  • 4 Ob 71/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 4 Ob 71/89
    Vgl aber; Veröff: SZ 62/147 = WBl 1990,25 = ÖBl 1990,7
  • 4 Ob 118/91
    Entscheidungstext OGH 03.12.1991 4 Ob 118/91
    Vgl auch; Beisatz: Voraussetzung dafür ist aber, daß das beanstandete Verhalten einer Standesauffassung widerspricht, die innerhalb des Berufsstandes einheitlich befolgt wird und gefestigt ist. Aus einem Schreiben der Innung ist aber nicht die Ansicht der Standesgenossen zu entnehmen. (T9) Veröff: WBl 1992,167
  • 4 Ob 5/93
    Entscheidungstext OGH 23.02.1993 4 Ob 5/93
    Auch; Beisatz: Standeswidriges Verhalten ist in der Regel einem Gesetzesverstoß gleichzuhalten. (T10)
  • 4 Ob 73/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 73/95
    Vgl auch; Beisatz: Verbindlich sind die Standesregeln auch dann, wenn die Standesauffassung nicht in allen Punkten völlig einheitlich ist. (T11)
  • 4 Ob 56/97g
    Entscheidungstext OGH 08.04.1997 4 Ob 56/97g
    Auch
  • 4 Ob 128/01d
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 4 Ob 128/01d
    Vgl auch; Beis ähnlich T1
  • 4 Ob 143/02m
    Entscheidungstext OGH 20.08.2002 4 Ob 143/02m
    Beisatz: Das Sittenwidrigkeitsurteil im Sinn des § 1 UWG orientiert sich daher nunmehr entscheidend an den Funktionsbedingungen des Leistungswettbewerbes, die Unternehmerinteressen, Verbraucherinteressen sowie auch Allgemeininteressen zu berücksichtigen haben. (T12) Beisatz: Aus dem Leitbild des Leistungswettbewerbs lässt sich die Forderung ableiten, dass der einzelne Wettbewerber die freie Entschließung des Kunden nicht in einer Weise beeinträchtigen darf, die einen sachgerechten Vergleich der auf einem bestimmten Markt angebotenen Leistungen ausschließt. Solche Praktiken, durch die die freie Entschließung der Marktpartner in grob unsachlicher Weise beeinträchtigt wird, sind zum Beispiel Nötigung, Bedrohung, Überrumpelung, psychologischer Kaufzwang und ähnliches. (T13)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0077642

Im RIS seit

29.11.1960

Zuletzt aktualisiert am

30.11.2023

Dokumentnummer

JJR_19601129_OGH0002_0040OB00359_6000000_001