Rechtssatz RS0077678
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0077678
Entscheidungsdatum
16.03.2004
Rechtssatz
Eine Wettbewerbshandlung erfordert in objektiver Hinsicht das Vorliegen eines Wettbewerbsverhältnisses, will doch das Wettbewerbsrecht nur dasjenige geschäftliche Tun eines Gewerbetreibenden erfassen, das geeignet ist, die Wettbewerbslage irgendwie zu beeinflussen, also den oder die Mitbewerber in irgendeiner Weise berührt.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 88/90
Entscheidungstext OGH 18.09.1990 4 Ob 88/90
Veröff: MR 1991,73
- 4 Ob 105/91
Entscheidungstext OGH 03.12.1991 4 Ob 105/91
- 4 Ob 130/93
Entscheidungstext OGH 19.10.1993 4 Ob 130/93
- 4 Ob 118/93
Entscheidungstext OGH 16.11.1993 4 Ob 118/93
- 4 Ob 1/94
Entscheidungstext OGH 15.02.1994 4 Ob 1/94
- 4 Ob 38/94
Entscheidungstext OGH 12.04.1994 4 Ob 38/94
- 4 Ob 2008/96i
Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2008/96i
nur: Eine Wettbewerbshandlung erfordert in objektiver Hinsicht das Vorliegen eines Wettbewerbsverhältnisses. (T1) Beisatz: Handeln zu Zwecken des Wettbewerbs setzt ein Wettbewerbsverhältnis und eine Wettbewerbsabsicht voraus. (T2)
- 4 Ob 2067/96s
Entscheidungstext OGH 29.05.1996 4 Ob 2067/96s
- 4 Ob 216/97m
Entscheidungstext OGH 12.11.1997 4 Ob 216/97m
Auch
- 4 Ob 52/98w
Entscheidungstext OGH 21.04.1998 4 Ob 52/98w
nur T1; Beisatz: Das allerdings auch erst durch die beanstandete Handlung begründet werden kann. (T3)
- 4 Ob 246/98z
Entscheidungstext OGH 10.11.1998 4 Ob 246/98z
Auch; nur T1
- 4 Ob 16/99b
Entscheidungstext OGH 09.03.1999 4 Ob 16/99b
Auch; nur T2
- 4 Ob 135/99b
Entscheidungstext OGH 18.05.1999 4 Ob 135/99b
- 4 Ob 238/01f
Entscheidungstext OGH 16.10.2001 4 Ob 238/01f
Vgl auch; Beisatz: Ist demnach eine Handlung geeignet, die Wettbewerbslage zu beeinflussen, so begründet sie regelmäßig ein Handeln zu Zwecken des Wettbewerbs, weil damit die objektiven Voraussetzungen erfüllt sind und das Vorliegen der subjektiven Voraussetzungen vermutet wird. (T4) Beisatz: Mit der Gestaltung ihres Benachrichtungsschreibens, dass ein "Organisationsbeitrag" zu zahlen sei, wenn der von ihr zugesagte Gewinn angefordert wird, verschafft sich die Unternehmerin finanzielle Mittel, die ihr nicht zustehen. Diese "Einnahmen" sind geeignet, ihre Finanzkraft und damit ihre Wettbewerbsposition zu stärken. Das ihr vorgeworfene Verhalten ist demnach eine Wettbewerbshandlung; damit ist auch zu vermuten, dass die Beklagte in Wettbewerbsabsicht handelt. (T5)
- 4 Ob 20/02y
Entscheidungstext OGH 29.01.2002 4 Ob 20/02y
- 4 Ob 26/04h
Entscheidungstext OGH 16.03.2004 4 Ob 26/04h
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0077678
Dokumentnummer
JJR_19900918_OGH0002_0040OB00088_9000000_001