Rechtssatz RS0008269
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0008269
Entscheidungsdatum
29.04.2025
Rechtssatz
Es ist allgemeines bäuerliches Gewohnheitsrecht, dass auch außerhalb des Geltungsbereiches des Tiroler - und Kärntner Höfegesetzes vom Gerichte von Amts wegen zu beachten ist, dass die Schätzung des Hofes anlässlich der Hofübernahme so durchzuführen ist, dass der Übernehmer wohl bestehen könne. (Zum § 7 Abs 1 des durch das AnerbenG bedeutungslos gewordenen HöferechtsG vom 01.04.1889, RGBl Nr 52 ergangen).Es ist allgemeines bäuerliches Gewohnheitsrecht, dass auch außerhalb des Geltungsbereiches des Tiroler - und Kärntner Höfegesetzes vom Gerichte von Amts wegen zu beachten ist, dass die Schätzung des Hofes anlässlich der Hofübernahme so durchzuführen ist, dass der Übernehmer wohl bestehen könne. (Zum Paragraph 7, Absatz eins, des durch das AnerbenG bedeutungslos gewordenen HöferechtsG vom 01.04.1889, RGBl Nr 52 ergangen).
Entscheidungstexte
- 1 Ob 116/53
Entscheidungstext OGH 11.03.1953 1 Ob 116/53
Veröff: SZ 26/64
- 1 Ob 303/55
Entscheidungstext OGH 18.05.1955 1 Ob 303/55
Beisatz: Im Zweiten Rechtsgang: Wertermittlung. (T1)
- 3 Ob 507/56
Entscheidungstext OGH 31.10.1956 3 Ob 507/56
Ähnlich
- 1 Ob 194/68
Entscheidungstext OGH 03.09.1969 1 Ob 194/68
Veröff: RZ 1969,14
- 1 Ob 184/72
Entscheidungstext OGH 30.08.1972 1 Ob 184/72
Veröff: SZ 45/89
- 2 Ob 524/76
Entscheidungstext OGH 25.06.1976 2 Ob 524/76
Veröff: NZ 1978,29 = JBl 1978,153
- 6 Ob 12/76
Entscheidungstext OGH 14.10.1976 6 Ob 12/76
Veröff: EvBl 1977/97 S 210
- 6 Ob 14/77
Entscheidungstext OGH 21.12.1977 6 Ob 14/77
Beisatz: Dieser Grundsatz ist auch bei einer Übertragung unter Lebenden anzuwenden. (T2); Veröff: SZ 50/166
- 6 Ob 2/86
Entscheidungstext OGH 20.02.1986 6 Ob 2/86
Auch; Beisatz: Der Übernahmswert kann auch unter dem Ertragswert bestimmt werden. (T3)
- 6 Ob 2/90
Entscheidungstext OGH 22.02.1990 6 Ob 2/90
- 6 Ob 26/90
Entscheidungstext OGH 29.11.1990 6 Ob 26/90
Veröff: SZ 63/214
- 6 Ob 237/97i
Entscheidungstext OGH 11.09.1997 6 Ob 237/97i
- 6 Ob 359/97f
Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 359/97f
Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 71/112
- 7 Ob 224/01v
Entscheidungstext OGH 26.09.2001 7 Ob 224/01v
Auch
- 6 Ob 128/05z
Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 128/05z
Beisatz: Der Wohlbestehensgrundsatz wird jedoch stets erst nach dem Ableben des Übergebers im Pflichtteilsprozess relevant und analog angewendet und nicht schon - geradezu selbstverständlich - noch zu Lebzeiten. Bis zum Tod des Übergebers stehen keine Pflichtteilsansprüche gegen den präsumtiven (fiktiven) Erben zu. (T4); Veröff: SZ 2005/103
- 6 Ob 154/06z
Entscheidungstext OGH 14.09.2006 6 Ob 154/06z
Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Voraussetzung ist die hypothetische Qualifikation des Betriebes als Erbhof. (T5); Veröff: SZ 2006/134
- 6 Ob 232/09z
Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 232/09z
Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Bei der Beurteilung, ob der nach höferechtlichen Grundsätzen günstigere Übernahmswert heranzuziehen ist, ist stets auf die Umstände des Einzelfalls Bedacht zu nehmen. (T6); Beisatz: Der Grundsatz des Wohlbestehens findet in den Fällen, in denen die Erträgnisse der Landwirtschaft gegenüber einem anderen Einkommen in den Hintergrund treten, keine Anwendung. (T7)
- 2 Ob 100/20z
Entscheidungstext OGH 29.06.2020 2 Ob 100/20z
Vgl
- 2 Ob 8/25b
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 29.04.2025 2 Ob 8/25b
vgl; Beisatz: Die (hypothetische) Erbhofeigenschaft als Voraussetzung für die Bewertung eines zu Lebzeiten des Erblassers übergebenen bäuerlichen Betriebs mit dem Übernahmswert bei einer (subsidiären) Haftung des Beschenkten nach § 789 ABGB ist nach objektiven Kriterien zum Zeitpunkt des Erbanfalls zu prüfen. Auf die Erbhofqualität zum Übergabszeitpunkt (Zeitpunkt des Vermögensopfers) kommt es nicht an. (T8)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0008269
Zuletzt aktualisiert am
06.08.2025
Dokumentnummer
JJR_19530311_OGH0002_0010OB00116_5300000_001