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Rechtssatz RS0122137×

Rechtssatz RS0122137

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0122137

Entscheidungsdatum

25.03.2026

Rechtssatz

Mit der im Zuge der Neufassung der Ziffer 11, des Paragraph 281, Absatz eins, StPO durch das StRÄG 1987 erfolgten Aufnahme des zweiten Falles dieser Bestimmung in den Katalog der Nichtigkeitsgründe sollte die Möglichkeit geschaffen werden, (ohne Schmälerung des Anwendungsbereichs der Berufung) die fehlerhafte Beurteilung von Strafzumessungstatsachen im Nichtigkeitsverfahren zu relevieren. Die rechtliche Bedeutung der Abgrenzung zwischen versuchter und vollendeter Tat beschränkt sich auf die Frage des Vorliegens des (gemäß Paragraph 23, Absatz 2, FinStrG auch im Finanzstrafverfahren zu beachtenden) Milderungsumstands des Paragraph 34, Absatz eins, Ziffer 13, StGB, womit darauf bezogene Feststellungen Strafzumessungstatsachen betreffen und solcherart dem Regelungsbereich des Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 11, zweiter Fall StPO zugehören.

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 119/06a
    Entscheidungstext OGH Verstärkter Senat 03.05.2007 12 Os 119/06a
    Verstärkter Senat
  • 12 Os 35/07z
    Entscheidungstext OGH 31.05.2007 12 Os 35/07z
    Vgl auch
  • 15 Os 54/06i
    Entscheidungstext OGH 08.08.2007 15 Os 54/06i
    Auch; nur: Die rechtliche Bedeutung der Abgrenzung zwischen versuchter und vollendeter Tat beschränkt sich auf die Frage des Vorliegens des (gemäß § 23 Abs 2 FinStrG auch im Finanzstrafverfahren zu beachtenden) Milderungsumstands des § 34 Abs 1 Z 13 StGB, womit darauf bezogene Feststellungen Strafzumessungstatsachen betreffen und solcherart dem Regelungsbereich des § 281 Abs 1 Z 11 zweiter Fall StPO zugehören. (T1)
    Beisatz: Das Vorliegen oder Nichtvorliegen von Strafzumessungstatsachen kann nicht mit Mängelrüge, sondern ausschließlich mit Berufung angefochten werden. (T2)
  • 14 Os 22/08d
    Entscheidungstext OGH 15.04.2008 14 Os 22/08d
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Das Fehlen konkreter - die Zurechnung als vollendetes Verbrechen der betrügerischen Krida tragende - Feststellungen, ob und welche Gläubiger durch die Tathandlung tatsächlich einen Forderungsausfall erlitten haben begründet Nichtigkeit nach § 281 Abs 1 Z 11 zweiter Fall StPO. (T3)
  • 13 Os 14/08w
    Entscheidungstext OGH 23.04.2008 13 Os 14/08w
    Auch
  • 15 Os 56/08m
    Entscheidungstext OGH 05.06.2008 15 Os 56/08m
    Vgl; Beisatz: Ob aber der Erfolg allenfalls - zB weil der Risikozusammenhang fehlt - nicht objektiv zurechenbar ist, betrifft bei strafbaren Handlungen, die wie § 176 Abs 1 StGB auch hinsichtlich des Erfolgs Vorsatz erfordern, die für die Strafbemessung bedeutsame und demgemäß aus Z 11 zweiter Fall relevante Frage, ob nur Versuch und damit ein Milderungsgrund vorliegt. (T4)
  • 14 Os 68/09w
    Entscheidungstext OGH 21.07.2009 14 Os 68/09w
    Vgl; Beisatz: Mit der Behauptung eines inneren Widerspruchs (Z 5 dritter Fall) in Betreff der Anlasstat der schweren Erpressung, weil die Tatrichter an mehreren Stellen des Urteils (auch in der rechtlichen Beurteilung) misslungenen Versuch annahmen, die Tat aber unter §§ 144 Abs 1, 145 Abs 1 Z 1 erster Fall subsumierten, spricht der Beschwerdeführer keine entscheidende Tatsache, sondern eine dem Regelungsbereich des § 281 Abs 1 Z 11 zweiter Fall StPO zuzuordnende - hier zudem nicht relevante - Strafzumessungstatsache an. (T5)
  • 14 Os 42/09x
    Entscheidungstext OGH 21.07.2009 14 Os 42/09x
    Vgl; Beisatz: Hier: Schwerer Betrug nach §§ 146, 147 Abs 1 Z 1, Abs 3 StGB. Die Frage des tatsächlichen Eintritts eines Vermögensschadens ist - bei hier bejahtem und von der Beschwerde nicht in Abrede gestelltem Schädigungsvorsatz in Bezug auf einen 50.000 Euro übersteigenden Betrag - nicht schuld- oder subsumtionsrelevant. (T6)
  • 12 Os 70/09z
    Entscheidungstext OGH 02.07.2009 12 Os 70/09z
    Vgl; Beisatz: Die Abgrenzung zwischen Versuch und Vollendung betrifft hier (anders etwa bei behauptetem Rücktritt vom Versuch) keine entscheidende Tatsache iSd § 281 Abs 1 Z 5 StPO (vgl WK-StPO § 281 Rz 645). (T7)
  • 13 Os 33/09s
    Entscheidungstext OGH 19.11.2009 13 Os 33/09s
    Auch
  • 12 Os 79/09y
    Entscheidungstext OGH 26.11.2009 12 Os 79/09y
    Vgl; Beisatz: Hier: Sachbeschädigung nach §§ 15, 125, 126 Abs 1 Z 5 StGB. Unterbleiben der essentiellen Konstatierung des Vorsatzes, durch ihr Verhalten die Betriebssicherheit des Polizeifahrzeugs abstrakt zu gefährden oder dessen Funktionsfähigkeit zu beeinträchtigen. (T8)
  • 13 Os 183/08y
    Entscheidungstext OGH 17.12.2009 13 Os 183/08y
    Auch
  • 13 Os 7/10v
    Entscheidungstext OGH 04.03.2010 13 Os 7/10v
    Auch
  • 15 Os 32/10k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 15 Os 32/10k
    Vgl auch
  • 13 Os 132/10a
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 13 Os 132/10a
    Vgl; Beisatz: Auf Vorsatz abstellende Körperverletzungsdelikte sind gegenüber vorsätzlich begangenen Tötungsdelikten (stillschweigend) subsidiär, wenn ein einheitliches Tatgeschehen vorliegt, das Angriffsobjekt ident ist und Ersteres nur als Vorstufe des Letzteren anzusehen ist, also nicht darüber hinaus greift. Demzufolge ist bei allen gestuften Erfolgsqualifikationen ‑ somit auch im Verhältnis der Fälle 3 bis 5 des § 143 StGB ‑ im Fall des Todeseintritts nur die darauf abstellende Vorschrift anzuwenden, nicht aber auch die für die Herbeiführung einer schweren Körperverletzung aufgestellte Qualifikationsnorm. Auch die Qualifikationsnorm des § 143 dritter Fall StGB wird daher vom Verbrechen des Mordes infolge stillschweigender Subsidiarität verdrängt. Dass der Mord bloß versucht wurde, ändert daran nichts. (T9)
  • 15 Os 183/10s
    Entscheidungstext OGH 04.05.2011 15 Os 183/10s
    Vgl; Beis ähnlich wie T7
  • 13 Os 38/11d
    Entscheidungstext OGH 14.07.2011 13 Os 38/11d
    Auch
  • 13 Os 76/11t
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 13 Os 76/11t
    Auch; Beisatz: Hier: Keine Feststellungen zur Abgrenzung zwischen Versuch (§ 13 FinStrG) und Vollendung (§ 23 Abs 2 letzter Satz FinStrG, § 34 Abs 1 Z 13 StGB). (T10)
  • 12 Os 115/11w
    Entscheidungstext OGH 18.10.2011 12 Os 115/11w
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T7
  • 12 Os 76/11k
    Entscheidungstext OGH 15.11.2011 12 Os 76/11k
    Vgl auch; nur T1
  • 14 Os 162/11x
    Entscheidungstext OGH 06.03.2012 14 Os 162/11x
    Vgl; Beis wie T7
  • 11 Os 23/12k
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 11 Os 23/12k
    Vgl auch
  • 13 Os 1113/12k
    Entscheidungstext OGH 22.11.2012 13 Os 1113/12k
    Auch
  • 13 Os 131/12g
    Entscheidungstext OGH 02.07.2013 13 Os 131/12g
    Vgl auch
  • 13 Os 54/13k
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 13 Os 54/13k
    Auch
  • 13 Os 70/13p
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 13 Os 70/13p
    Vgl auch
  • 13 Os 22/13d
    Entscheidungstext OGH 02.07.2013 13 Os 22/13d
    Vgl
  • 15 Os 166/13w
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 15 Os 166/13w
    Auch; Beis wie T7
  • 15 Os 136/13h
    Entscheidungstext OGH 11.12.2013 15 Os 136/13h
    Beis wie T7
  • 14 Os 28/14w
    Entscheidungstext OGH 06.05.2014 14 Os 28/14w
    Vgl; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Die Frage nach erfolgter Forderungsinitiative eines Gläubigers kann lediglich für die Abgrenzung zwischen versuchter und vollendeter betrügerischer Krida von Bedeutung sein. (T11)
  • 15 Os 31/14v
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 15 Os 31/14v
    Auch
  • 14 Os 27/14y
    Entscheidungstext OGH 12.08.2014 14 Os 27/14y
    Auch; Beis ähnlich wie T5; Beis ähnlich wie T6; Beis ähnlich wie T7
  • 11 Os 50/15k
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 11 Os 50/15k
    Auch; Beis wie T11
  • 14 Os 69/15a
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 14 Os 69/15a
    Auch; Beis wie T2
  • 13 Os 114/15m
    Entscheidungstext OGH 09.03.2016 13 Os 114/15m
    Auch; Beis wie T10
  • 13 Os 27/16v
    Entscheidungstext OGH 13.04.2016 13 Os 27/16v
    Auch
  • 13 Os 61/16v
    Entscheidungstext OGH 06.09.2016 13 Os 61/16v
    Auch
  • 11 Os 37/17x
    Entscheidungstext OGH 21.03.2017 11 Os 37/17x
    Auch
  • 14 Os 21/17w
    Entscheidungstext OGH 23.05.2017 14 Os 21/17w
    Auch
  • 13 Os 132/16k
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 13 Os 132/16k
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 13 Os 68/17z
    Entscheidungstext OGH 11.10.2017 13 Os 68/17z
    Auch
  • 14 Os 88/17y
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 14 Os 88/17y
    Auch
  • 13 Os 1/18y
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 13 Os 1/18y
    Auch
  • 13 Os 41/18f
    Entscheidungstext OGH 09.05.2018 13 Os 41/18f
    Auch
  • 13 Os 102/18a
    Entscheidungstext OGH 10.10.2018 13 Os 102/18a
    Auch
  • 14 Os 47/18w
    Entscheidungstext OGH 09.10.2018 14 Os 47/18w
    Auch; Beis wie T3
  • 14 Os 25/20p
    Entscheidungstext OGH 08.04.2020 14 Os 25/20p
    Vgl
  • 12 Os 109/20a
    Entscheidungstext OGH 07.12.2020 12 Os 109/20a
    Vgl; Beis wie T7
  • 14 Os 5/21y
    Entscheidungstext OGH 29.06.2021 14 Os 5/21y
    Vgl; Beis wie T3
  • 11 Os 33/22w
    Entscheidungstext OGH 28.07.2022 11 Os 33/22w
    Vgl
  • 15 Os 39/22g
    Entscheidungstext OGH 07.06.2022 15 Os 39/22g
    Vgl
  • 14 Os 80/23f
    Entscheidungstext OGH 03.08.2023 14 Os 80/23f
    vgl
  • 12 Os 148/23s
    Entscheidungstext OGH 27.06.2024 12 Os 148/23s
    vgl
  • 14 Os 62/25m
    Entscheidungstext OGH 24.07.2025 14 Os 62/25m
    vgl; Beisatz wie T10
  • 12 Os 22/26s
    Entscheidungstext OGH 24.03.2026 12 Os 22/26s
    vgl
  • 15 Os 8/26d
    Entscheidungstext OGH 25.03.2026 15 Os 8/26d
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122137

Im RIS seit

02.06.2007

Zuletzt aktualisiert am

07.05.2026

Dokumentnummer

JJR_20070503_OGH0002_0120OS00119_06A0000_001