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Rechtssatz RS0012311×

Rechtssatz RS0012311

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0012311

Entscheidungsdatum

15.04.2026

Rechtssatz

Die Rechtsgemeinschaft der Erben wird durch Erbteilung aufgehoben, die von jedem Miterben vor oder nach der Einantwortung verlangt werden kann. Sie erfolgt durch Erbteilungsübereinkommen, das der Einstimmigkeit bedarf. Kommt keine Einigung zustande, ist die Aufhebung mit Erbteilungsklage (Leistungsklage) durchzusetzen.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 525/90
    Entscheidungstext OGH 22.02.1990 7 Ob 525/90
    Veröff: SZ 63/30 = NZ 1992,71
  • 1 Ob 527/93
    Entscheidungstext OGH 22.03.1993 1 Ob 527/93
  • 6 Ob 599/94
    Entscheidungstext OGH 30.06.1994 6 Ob 599/94
  • 2 Ob 2292/96i
    Entscheidungstext OGH 31.03.1998 2 Ob 2292/96i
    Veröff: SZ 71/60
  • 5 Ob 108/07d
    Entscheidungstext OGH 28.08.2007 5 Ob 108/07d
    Vgl auch
  • 2 Ob 123/07p
    Entscheidungstext OGH 27.09.2007 2 Ob 123/07p
    Auch
  • 6 Ob 79/12d
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 6 Ob 79/12d
    Beisatz: Anders verhält es sich mit Nachlassforderungen. Die Aufhebung der Gemeinschaft tritt bei teilbaren Nachlassforderungen ex lege ein. Mit Einantwortung zerfällt eine teilbare Nachlassforderung in selbständige obligatorische Teilforderungen iSd §§ 888 f ABGB, die keinen Gegenstand der Erbteilung bilden und von jedem Miterben unmittelbar nach Abschluss der Nachlassabhandlung und Rechtskraft der Einantwortungsurkunde, worin die den einzelnen Miterben zustehenden Anteile ihnen aufgrund ihrer Erbteile zuzuweisen sind, geltend gemacht werden können. (T1)
  • 4 Ob 75/12a
    Entscheidungstext OGH 12.06.2012 4 Ob 75/12a
    Auch
  • 2 Ob 41/11k
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 2 Ob 41/11k
    Auch Beis wie T1; Beisatz: Derartige teilbare Nachlassforderungen könnten daher nur bis zur Einantwortung Gegenstand einer Erbteilung sein. (T2)
    Veröff: SZ 2012/49
  • 3 Ob 79/13h
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 79/13h
  • 3 Ob 168/13x
    Entscheidungstext OGH 28.11.2013 3 Ob 168/13x
  • 2 Ob 41/15s
    Entscheidungstext OGH 19.01.2016 2 Ob 41/15s
    Veröff: SZ 2016/1
  • 2 Ob 103/15h
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 2 Ob 103/15h
    Beis wie T1
  • 5 Ob 76/18i
    Entscheidungstext OGH 12.06.2018 5 Ob 76/18i
    nur: Die Rechtsgemeinschaft der Erben wird durch Erbteilung aufgehoben, die von jedem Miterben vor oder nach der Einantwortung verlangt werden kann. (T3)
  • 8 Ob 150/18v
    Entscheidungstext OGH 19.12.2018 8 Ob 150/18v
    Vgl auch
  • 2 Ob 188/19i
    Entscheidungstext OGH 27.11.2020 2 Ob 188/19i
    Beisatz: An die Stelle eines nachverstorbenen Miterben treten dessen Erben. (T4)
  • 2 Ob 113/22i
    Entscheidungstext OGH 25.10.2022 2 Ob 113/22i
  • 2 Ob 100/22b
    Entscheidungstext OGH 25.10.2022 2 Ob 100/22b
    Beisatz: Auch nach der Rechtslage des ErbRÄG 2015. (T5)
  • 2 Ob 59/23z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.05.2023 2 Ob 59/23z
  • 2 Ob 195/23z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.02.2024 2 Ob 195/23z
  • 2 Ob 64/25p
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 18.09.2025 2 Ob 64/25p
    Beisatz wie T1; Beisatz wie T2
    Beisatz: Hier: Der Anspruch gegen einen Miterben, der sich Teile des Nachlassvermögens unrechtmäßig angeeignet hat, ist nach österreichischem Recht kein Anspruch aus der Rechtsnachfolge von Todes wegen, sondern ein Schadenersatz- oder Bereicherungsanspruch, der sich aus dem Eingriff in das fremde Vermögen ergibt. (T6)
  • 7 Ob 170/25p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 15.04.2026 7 Ob 170/25p
    nur T1
  • 5 Ob 170/25y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 14.04.2026 5 Ob 170/25y

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0012311

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.09.2026

Dokumentnummer

JJR_19900222_OGH0002_0070OB00525_9000000_001