Rechtssatz RS0050022
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0050022
Entscheidungsdatum
21.01.2025
Rechtssatz
Die Grundsätze des bürgerlichen Rechts haben auch im Amtshaftungsrecht zu gelten; dem haftungspflichtigen Rechtsträger stehen daher alle Einwendungen zu, die nach bürgerlichem Recht dem Anspruch des Klägers entgegengehalten werden können. Insbesondere kann ein Mitverschulden des Geschädigten geltend gemacht werden (SZ 51/7; JBl 1970).
Entscheidungstexte
- 1 Ob 33/91
Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 33/91
Veröff: ZVR 1992/57 S 119
- 1 Ob 38/90
Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 38/90
Veröff: SZ 64/126 = EvBl 1992/14 S 56 = JBl 1992,327
- 1 Ob 37/93
Entscheidungstext OGH 16.02.1994 1 Ob 37/93
- 1 Ob 32/94
Entscheidungstext OGH 25.10.1994 1 Ob 32/94
- 1 Ob 26/95
Entscheidungstext OGH 23.06.1995 1 Ob 26/95
Auch
- 1 Ob 43/95
Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 43/95
- 1 Ob 55/95
Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 55/95
Veröff: SZ 69/145
- 1 Ob 2192/96a
Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 2192/96a
Veröff: SZ 69/148
- 1 Ob 2047/96b
Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 2047/96b
Auch; Veröff: SZ 69/188
- 1 Ob 53/95
Entscheidungstext OGH 03.10.1996 1 Ob 53/95
Auch; Veröff: SZ 69/219
- 1 Ob 6/97g
Entscheidungstext OGH 15.05.1997 1 Ob 6/97g
Auch; Veröff: SZ 70/95
- 1 Ob 213/99a
Entscheidungstext OGH 22.10.1999 1 Ob 213/99a
Auch; nur: Insbesondere kann ein Mitverschulden des Geschädigten geltend gemacht werden. (T1); Beisatz: Dies kann sogar so weit führen, dass bei ganz überwiegendem Mitverschulden des Klägers die Amtshaftung für die nachlässige Behörde gar nicht mehr zum Tragen kommt. (T2)
- 1 Ob 52/00d
Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 52/00d
Vgl; Beisatz: Der Mitverschuldenseinwand ist abgeschnitten, wenn er nicht im Verfahren erster Instanz erfolgte. (T3)
- 1 Ob 9/00f
Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 9/00f
- 9 ObA 135/00v
Entscheidungstext OGH 12.07.2000 9 ObA 135/00v
Auch; nur: Die Grundsätze des bürgerlichen Rechts haben auch im Amtshaftungsrecht zu gelten. (T4); nur T1
- 1 Ob 24/02i
Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 24/02i
- 1 Ob 298/03k
Entscheidungstext OGH 23.11.2004 1 Ob 298/03k
Beisatz: Ergreift der Geschädigte kein Rechtsmittel, obwohl es geeignet gewesen wäre, den Schaden ganz oder teilweise abzuwenden, so handelt er sorglos in eigenen Angelegenheiten und verletzt die ihm obliegende Rettungspflicht. Trifft ihn ein Verschulden, so ist der Schaden nach § 1304 ABGB zu teilen. (T5); Veröff: SZ 2004/163
- 1 Ob 57/08a
Entscheidungstext OGH 03.04.2008 1 Ob 57/08a
Vgl auch; Beisatz: Ein Verhalten des Geschädigten, das die behördliche Tätigkeit überhaupt erst ausgelöst hat, kann regelmäßig kein Mitverschulden begründen. Auch auf ein allenfalls rechtswidriges Verhalten des (später) Geschädigten haben die hoheitlich tätig werdenden Organe gesetzmäßig zu reagieren. Ein Verhalten, das bereits vor dem Einschreiten der Behörde abgeschlossen wurde, kann regelmäßig kein Mitverschulden des Geschädigten begründen. (T6)
- 1 Ob 131/08h
Entscheidungstext OGH 26.02.2009 1 Ob 131/08h
- 1 Ob 114/10m
Entscheidungstext OGH 10.08.2010 1 Ob 114/10m
Vgl aber; Beisatz: Das Unterlassen einer Schubhaftbeschwerde, die zu einer Verkürzung der Haft geführt hätte, mindert nicht den Schadenersatzanspruch des Inhaftierten nach Art 5 Abs 5 EMRK, wenn die Haft von Anfang an rechtswidrig war (hier: fehlende Rechtskraft des abweisenden Asylbescheids mangels ordnungsgemäßer Zustellung). (T7); Bem: Siehe RS126114. (T8)
- 1 Ob 222/13y
Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 222/13y
Auch; nur T4; Veröff: SZ 2014/20
- 1 Ob 159/17i
Entscheidungstext OGH 27.09.2017 1 Ob 159/17i
Auch
- 1 Ob 149/24d
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 21.01.2025 1 Ob 149/24d
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0050022
Zuletzt aktualisiert am
11.06.2025
Dokumentnummer
JJR_19910918_OGH0002_0010OB00033_9100000_001