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Rechtssatz RS0057765×

Rechtssatz RS0057765

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0057765

Entscheidungsdatum

20.12.2023

Rechtssatz

Eine allfällige Ausgleichszahlung ist nach billigem Ermessen festzusetzen. Es ist auch hiebei besonders auf Gewicht und Umfang des Beitrages jedes Ehegatten zur Anschaffung des ehelichen Gebrauchsvermögens und zur Ansammlung der ehelichen Ersparnisse sowie auf das Wohl der Kinder Bedacht zu nehmen, weiter auf Schulden, die mit den ehelichen Lebensaufwand zusammenhängen, soweit sie nicht ohnedies nach Paragraph 81, EheG in Anschlag zu bringen sind.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 524/81
    Entscheidungstext OGH 12.02.1981 7 Ob 524/81
  • 3 Ob 552/81
    Entscheidungstext OGH 12.08.1981 3 Ob 552/81
  • 5 Ob 770/81
    Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 770/81
    Vgl; nur: Eine allfällige Ausgleichszahlung ist nach billigem Ermessen festzusetzen. (T1); Beisatz: Durch diese Zahlung soll, soweit eine andere Art der Aufteilung nicht zu erzielen ist, ein einigermaßen billiger Ausgleich derart zustande kommen, dass die Überlegung angestellt wird, welcher Geldbetrag dem Vorteil des Teiles entspricht, der bei der sonstigen Aufteilung besser weggekommen ist. Zu Lasten des ausgleichspflichten Ehegatten, dem die Ehewohnung überlassen wurde, ist dabei auch zu berücksichtigen, dass er sich den Aufwand für eine anderwertige Wohnungsmöglichkeit erspart, sodass ihm zwecks Aufbringung der Ausgleichszahlung einerseits zugemutet werden kann, ein ihm gehörendes Grundstück zu veräußern, darüber hinaus aber auch, sich in seinen Lebensbedürfnissen äußerst einzuschränken. (T2)
  • 5 Ob 788/81
    Entscheidungstext OGH 26.01.1982 5 Ob 788/81
    Auch; Beisatz: Die zu beachtenden Billigkeitserwägungen können auch der Bestimmung des § 94 Abs 2 EheG entnommen werden. (T3)
  • 4 Ob 530/82
    Entscheidungstext OGH 20.04.1982 4 Ob 530/82
    nur: Eine allfällige Ausgleichszahlung ist nach billigem Ermessen festzusetzen. Es ist auch hiebei besonders auf Gewicht und Umfang des Beitrages jedes Ehegatten zur Anschaffung des ehelichen Gebrauchsvermögens Bedacht zu nehmen. (T4) Beisatz: Auch, wenn beide Gatten berufstätig sind, ist die Führung des gemeinsamen Haushalts als Beitrag zu werten. (T5)
  • 7 Ob 573/82
    Entscheidungstext OGH 28.07.1982 7 Ob 573/82
    Beisatz: Äußerste Einschränkung der Lebensbedürfnisse. (T6)
  • 7 Ob 591/82
    Entscheidungstext OGH 28.07.1982 7 Ob 591/82
    Veröff: EvBl 1982/195 S 660
  • 7 Ob 720/82
    Entscheidungstext OGH 16.09.1982 7 Ob 720/82
    nur T4
  • 7 Ob 794/82
    Entscheidungstext OGH 16.12.1982 7 Ob 794/82
    Auch; Beisatz: Es wäre äußerst unbillig, wenn einer der Ehegatten eine Liegenschaft zur Gänze übernehmen, aber die Leistung einer angemessenen Ausgleichszahlung nur deshalb verweigern könnte, um die Liegenschaft unbelastet zu halten. (T7)
  • 7 Ob 662/82
    Entscheidungstext OGH 16.12.1982 7 Ob 662/82
    Auch; nur T4; Beisatz: Hier: Berücksichtigung von Schulden für das Gebrauchsvermögen, die ein Eheteil nach Auflösung der ehelichen Lebensgemeinschaft allein zurückzahlt. (T8) Veröff: SZ 55/192 = JBl 1983,649
  • 7 Ob 614/83
    Entscheidungstext OGH 26.05.1983 7 Ob 614/83
    nur T4
  • 2 Ob 591/82
    Entscheidungstext OGH 13.12.1983 2 Ob 591/82
    nur T4
  • 6 Ob 667/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 6 Ob 667/83
    Vgl auch; Beis wie T8; Veröff: SZ 56/193
  • 1 Ob 776/83
    Entscheidungstext OGH 11.01.1984 1 Ob 776/83
  • 8 Ob 558/83
    Entscheidungstext OGH 16.02.1984 8 Ob 558/83
    Auch; nur T4
  • 8 Ob 579/83
    Entscheidungstext OGH 15.03.1984 8 Ob 579/83
    Auch; nur T1; Beis wie T2 nur: Durch diese Zahlung soll, soweit eine andere Art der Aufteilung nicht zu erzielen ist, ein einigermaßen billiger Ausgleich derart zustande kommen, dass die Überlegung angestellt wird, welcher Geldbetrag dem Vorteil des Teiles entspricht, der bei der sonstigen Aufteilung besser weggekommen ist. Zu Lasten des ausgleichspflichtigen Ehegatten, dem die Ehewohnung überlassen wurde, ist dabei auch zu berücksichtigen, dass er sich den Aufwand für eine anderwertige Wohnungsmöglichkeit erspart. (T9)
  • 1 Ob 527/84
    Entscheidungstext OGH 04.04.1984 1 Ob 527/84
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 525/84
    Entscheidungstext OGH 04.04.1984 1 Ob 525/84
    Auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 524/84
    Entscheidungstext OGH 23.05.1984 8 Ob 524/84
    Auch; nur T1; Beis wie T3 nur: Durch diese Zahlung soll, soweit eine andere Art der Aufteilung nicht zu erzielen ist, ein einigermaßen billiger Ausgleich derart zustande kommen, dass die Überlegung angestellt wird, welcher Geldbetrag dem Vorteil des Teiles entspricht, der bei der sonstigen Aufteilung besser weggekommen ist. (T10)
  • 8 Ob 601/84
    Entscheidungstext OGH 11.09.1984 8 Ob 601/84
    nur T1; Beisatz: Welche Billigkeitserwägungen hiebei zu beachten sind, kann den im § 83 Abs 1 EheG angeführten Aufteilungsgrundsätzen entnommen werden. (T11)
  • 8 Ob 561/84
    Entscheidungstext OGH 11.09.1984 8 Ob 561/84
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 579/84
    Entscheidungstext OGH 08.11.1984 8 Ob 579/84
    nur T1; Beis wie T9
  • 7 Ob 502/84
    Entscheidungstext OGH 29.11.1984 7 Ob 502/84
  • 5 Ob 611/84
    Entscheidungstext OGH 20.12.1984 5 Ob 611/84
    nur T1; Beis wie T11
  • 2 Ob 674/84
    Entscheidungstext OGH 15.01.1985 2 Ob 674/84
    Auch; Beis wie T8
  • 8 Ob 628/84
    Entscheidungstext OGH 14.02.1985 8 Ob 628/84
    nur T4
  • 7 Ob 564/85
    Entscheidungstext OGH 09.05.1985 7 Ob 564/85
  • 7 Ob 613/85
    Entscheidungstext OGH 30.07.1985 7 Ob 613/85
    nur: Eine allfällige Ausgleichszahlung ist nach billigem Ermessen festzusetzen. Es ist auch hiebei besonders auf Gewicht und Umfang des Beitrages jedes Ehegatten zur Anschaffung des ehelichen Gebrauchsvermögens und zur Ansammlung der ehelichen Ersparnisse. (T12)
  • 8 Ob 522/85
    Entscheidungstext OGH 12.09.1985 8 Ob 522/85
    nur T1; Beis wie T3; Beis wie T11
  • 8 Ob 586/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 586/85
  • 1 Ob 678/85
    Entscheidungstext OGH 13.11.1985 1 Ob 678/85
    Beis wie T11; Beis wie T8
  • 8 Ob 642/85
    Entscheidungstext OGH 13.02.1986 8 Ob 642/85
    nur T4
  • 8 Ob 501/86
    Entscheidungstext OGH 19.03.1986 8 Ob 501/86
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T8; Beis wie T11
  • 2 Ob 704/86
    Entscheidungstext OGH 12.05.1987 2 Ob 704/86
    nur T1; Beis wie T10
  • 8 Ob 520/87
    Entscheidungstext OGH 08.07.1987 8 Ob 520/87
    nur T4
  • 1 Ob 621/87
    Entscheidungstext OGH 15.07.1987 1 Ob 621/87
    nur T1; Beis wie T3; Beis wie T11
  • 7 Ob 661/87
    Entscheidungstext OGH 24.09.1987 7 Ob 661/87
    nur T1; Beis wie T9
  • 7 Ob 683/87
    Entscheidungstext OGH 24.09.1987 7 Ob 683/87
  • 6 Ob 566/87
    Entscheidungstext OGH 10.12.1987 6 Ob 566/87
    nur T1
  • 2 Ob 629/87
    Entscheidungstext OGH 22.12.1987 2 Ob 629/87
    Vgl auch; nur T1; nur: Sowie auf das Wohl der Kinder Bedacht zu nehmen. (T13)
  • 1 Ob 716/87
    Entscheidungstext OGH 20.01.1988 1 Ob 716/87
    nur T1; Beis wie T3; Beis wie T11
  • 1 Ob 517/88
    Entscheidungstext OGH 24.02.1988 1 Ob 517/88
    nur T13
  • 5 Ob 595/88
    Entscheidungstext OGH 06.09.1988 5 Ob 595/88
  • 4 Ob 588/88
    Entscheidungstext OGH 25.10.1988 4 Ob 588/88
    nur T13
  • 1 Ob 631/88
    Entscheidungstext OGH 28.09.1988 1 Ob 631/88
    Beis wie T3; Beisatz: Es kommt aber nicht nur auf das Gewicht und Umfang des Beitrages jedes Ehegatten zur Anschaffung des ehelichen Gebrauchsvermögens, sondern auch darauf an, dem vormaligen Ehegatten den Beginne eines neuen Lebensabschnittes tunlichst zu erleichtern. (T14)
  • 8 Ob 505/89
    Entscheidungstext OGH 26.01.1989 8 Ob 505/89
  • 6 Ob 533/89
    Entscheidungstext OGH 18.05.1989 6 Ob 533/89
    nur T1; Beis wie T3
  • 5 Ob 566/89
    Entscheidungstext OGH 06.06.1989 5 Ob 566/89
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T11
  • 4 Ob 559/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 559/89
    Auch
  • 2 Ob 506/89
    Entscheidungstext OGH 05.07.1989 2 Ob 506/89
    nur T4; Beis wie T3; Beis wie T11
  • 6 Ob 727/89
    Entscheidungstext OGH 18.01.1990 6 Ob 727/89
    nur T1; Beisatz: Die Möglichkeit zur Aufbringung einer Ausgleichszahlung sind in die Billigkeitserwägungen einzubeziehen. (T15)
  • 5 Ob 563/90
    Entscheidungstext OGH 15.05.1990 5 Ob 563/90
  • 8 Ob 519/93
    Entscheidungstext OGH 13.05.1993 8 Ob 519/93
    Auch
  • 10 Ob 71/98h
    Entscheidungstext OGH 17.03.1998 10 Ob 71/98h
    Auch; Beis wie T15
  • 10 Ob 125/98z
    Entscheidungstext OGH 14.04.1998 10 Ob 125/98z
    Auch; Beis wie T15
  • 4 Ob 11/99t
    Entscheidungstext OGH 04.02.1999 4 Ob 11/99t
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 256/97x
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 256/97x
    Auch; nur T1; Beis wie T15; Beisatz: Ebenso auch die Möglichkeiten eines Gatten zur Aufbringung der Zahlungsmittel bei der Abdeckung von vormals gemeinsamen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten (hier: Banken). (T16)
  • 1 Ob 197/99y
    Entscheidungstext OGH 22.02.2000 1 Ob 197/99y
    Auch; nur T12; Beisatz: Bei Liegenschaftsschenkungen wird im allgemeinen der Wert der Liegenschaft bei der Ermittlung des dem Geschenkgeber aufzuerlegenden Ausgleichsbetrags weitestgehend außer Ansatz bleiben. (T17); Veröff: SZ 73/31
  • 10 Ob 86/00w
    Entscheidungstext OGH 18.04.2000 10 Ob 86/00w
    Beis wie T15
  • 7 Ob 47/99h
    Entscheidungstext OGH 29.05.2000 7 Ob 47/99h
    Beis wie T6
  • 6 Ob 229/99s
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 229/99s
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 9 Ob 35/00p
    Entscheidungstext OGH 31.05.2000 9 Ob 35/00p
    Beis wie T4; Beis wie T9; Beis wie T16; Beisatz: Kreditrückzahlungen sind soweit zu berücksichtigen, soweit ein innerer Zusammenhang mit dem ehelichen Gebrauchsvermögen erkennbar ist. (T18)
  • 5 Ob 124/01y
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 5 Ob 124/01y
    Auch; Beisatz: Hier: Ausgleichszahlung als Gegenleistung für die im Aufteilungsbeschluss gleichzeitig verfügte Eigentumsübertragung an einer Liegenschaft. (T19); Veröff: SZ 74/99
  • 9 Ob 190/02k
    Entscheidungstext OGH 04.09.2002 9 Ob 190/02k
    Vgl auch
  • 10 Ob 42/03d
    Entscheidungstext OGH 18.11.2003 10 Ob 42/03d
    nur: Ausgleichszahlung ist nach billigem Ermessen festzusetzen. Es ist auch hiebei besonders auf Gewicht und Umfang des Beitrages jedes Ehegatten zur Anschaffung des ehelichen Gebrauchsvermögens Bedacht zu nehmen. (T20); Beisatz: Die Folgen der Scheidung sollen in wirtschaftlicher Hinsicht in einer für beide Ehegatten möglichst ausgeglichenen Weise geregelt werden. (T21)
  • 3 Ob 30/03p
    Entscheidungstext OGH 28.01.2004 3 Ob 30/03p
    Vgl auch; Beis wie T21
  • 7 Ob 52/04d
    Entscheidungstext OGH 26.05.2004 7 Ob 52/04d
    Vgl auch; Beis wie T21
  • 7 Ob 212/04h
    Entscheidungstext OGH 29.09.2004 7 Ob 212/04h
    nur T4; Beis wie T21
  • 9 Ob 125/04d
    Entscheidungstext OGH 02.02.2005 9 Ob 125/04d
    nur T4; Beis wie T10; Beis wie T21
  • 1 Ob 191/12p
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 191/12p
    Auch
  • 1 Ob 158/12k
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 158/12k
    Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T8
  • 1 Ob 111/12y
    Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 111/12y
    Vgl
  • 1 Ob 233/12i
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 1 Ob 233/12i
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T9; Veröff: SZ 2013/14
  • 1 Ob 244/14k
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 244/14k
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T9
  • 1 Ob 132/17v
    Entscheidungstext OGH 12.07.2017 1 Ob 132/17v
    Vgl
  • 1 Ob 65/18t
    Entscheidungstext OGH 30.04.2018 1 Ob 65/18t
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T9
  • 1 Ob 11/22g
    Entscheidungstext OGH 21.02.2022 1 Ob 11/22g
    Vgl; Beis wie T15
  • 1 Ob 241/22f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2023 1 Ob 241/22f
    vgl; Beisatz: Hier: Berücksichtigung der Wertsteigerung der Ehewohnung, die dadurch eingetreten ist, dass das an der Ehewohnung zugunsten der Mutter der Frau verbücherte Wohnrecht sowie Belastungs- und Veräußerungsverbot gelöscht und im Gegenzug auf einer im Hälfteeigentum der ehemaligen Ehegatten stehenden Liegenschaft einverleibt wurde. (T22)
  • 1 Ob 99/23z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.06.2023 1 Ob 99/23z
    vgl; Beisatz: Werden während der ehelichen Lebensgemeinschaft Schulden eines Ehegatten getilgt, die von ihm bereits vor Eheschließung eingegangen wurden, ist dies bei der Bemessung einer Ausgleichszahlung im Rahmen der Billigkeit auch dann zu berücksichtigen, wenn die Schulden nicht mit dem ehelichen Gebrauchsvermögen oder der Ehewohnung im Zusammenhang standen oder der Anschaffung einer Sache dienten. (T23)
  • 1 Ob 169/23v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.12.2023 1 Ob 169/23v
    vgl; Beisatz wie T2; Beisatz wie T9

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0057765

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2024

Dokumentnummer

JJR_19810212_OGH0002_0070OB00524_8100000_001